Freitag, 04. April 2025

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Rivi­us-Schü­ler Fre­de­rik Kies­lich (Q1) erforscht Koh­len­was­ser­stoff­ver­bin­dung Cuban

Über das Pro­jekt an der Uni Sie­gen und die Rol­le der Fach­ar­beit

Schü­ler Fre­de­rik Kies­lich (Q1) soll­te euch und Ihnen mit sei­ner Vor­lie­be für Che­mie schon mehr­fach auf­ge­fal­len sein, ob am Tag der offe­nen Tür, oder mit sei­nen außer­ge­wöhn­li­chen Pro­jek­ten außer­halb der Schu­le.

Arbeit an einem neu­en Groß­pro­jekt

Mitt­ler­wei­le arbei­tet der 17-Jäh­ri­ge seit fast einem Jahr an einem Groß­pro­jekt, wel­ches er mit sei­ner Fach­ar­beit im Che­mie-Leis­tungs­kurs kom­bi­niert hat. Dabei geht es um das Mole­kül Cuban. Dank der Fach­ar­beit, die eine von zwei Klau­su­ren ersetzt, darf Fre­de­rik die Ver­su­che nun an der Uni­ver­si­tät Sie­gen durch­füh­ren. Dies wur­de ihm durch den Fach­leh­rer Nils Herr­mann, sowie unse­rer Schul­lei­te­rin Frau Grei­temann ermög­licht.

Was ist Cuban?

Cuban ist ein Mole­kül, das sehr beson­ders ist, da es lan­ge Zeit als insta­bil und nur als theo­re­ti­sches Mole­kül galt. Dies kommt durch die 90-Grad Bin­dungs­win­kel und die Wür­fel­struk­tur zustan­de. Die Bin­dun­gen sind so stark gespannt, dass dadurch eine Men­ge Ener­gie im Mole­kül gespei­chert wird. Cuban wur­de erst­mals 1964 von Prof. Dr. Phil­ip Eaton her­ge­stellt und die Kos­ten der Dicar­bon­säu­re beru­fen sich auf etwa 670€ pro Gramm. Laut Fre­de­rik zeigt sich hier, dass das Mole­kül nicht gera­de tri­vi­al ist und in der Tech­nik auch noch kei­ne brei­te Anwen­dung fin­det.

Eigen­schaf­ten von Cuban und Nut­zung in der Zukunft

Zu Cuban selbst las­sen sich nur weni­ge Infor­ma­tio­nen fin­den, genau so wie zu den Eduk­ten (Aus­gangs­stof­fen) des Koh­len­was­ser­stoffs. Cuban wirkt ver­mut­lich toxisch und mög­li­cher­wei­se töd­lich beim Ein­at­men, da der Fest­stoff ein so klei­nes Mole­kül ist, dass es die Hirn-Blut-Schran­ke pas­sie­ren kann. In der Zukunft könn­te das Mole­kül heu­ti­ge Medi­ka­men­te mit dem Ben­zol­ring erset­zen und so zu ver­bes­ser­ten Cuban-Medi­ka­men­ten füh­ren, wel­che unter ande­rem eine bes­se­re Lös­lich­keit im mensch­li­chen Kör­per besit­zen.

War­um Cuban?

Auf die­se Fra­ge gibt es laut Fre­de­rik nur eine Ant­wort: „Sobald Che­mi­ker hüb­sche Mole­kü­le sehen, wol­len Sie die­se sofort syn­the­ti­sie­ren und in ihren Hän­den hal­ten – auch wenn letz­te­res auf­grund Cub­ans Toxi­zi­tät viel­leicht kei­ne so gute Idee wäre.“

Alle Fotos: Rivi­us Gym­na­si­um

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