Freitag, 04. April 2025

Top 5 der Woche

Ähnlich

„Was den Kin­dern fehlt, ist Lie­be“

sug vokabelmarathon videokonferenz 2
Foto: Doris Ken­ne­mann

Die Über­ra­schung war geglückt: Im Rah­men einer pri­va­ten Ver­an­stal­tung über­reich­te kürz­lich Mar­kus Rata­j­ski, Schul­lei­ter des St.-Ursula-Gymnasiums, sym­bo­lisch einen Scheck in Höhe von 2.400 € an den bis dahin nichts ahnen­den Jörg Prü­fer, den Grün­der des Kin­der­hilfs­werks „bread & water e.V.“ in der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik. Bei der Sum­me han­delt es sich um das Ergeb­nis des Voka­bel­ma­ra­thons, der tra­di­tio­nell in den Latein- und Fran­zö­sisch­kur­sen der Jgst. 7 und in den Spa­nisch­kur­sen der Jgst. 9 und EF für einen kari­ta­ti­ven Zweck durch­ge­führt wird. „Die klas­si­schen Metho­den der Wort­schatz­ar­beit füh­ren heu­te mög­li­cher­wei­se nicht immer zum gewünsch­ten Ergeb­nis, aber die Ver­bin­dung mit einer guten Sache“, erläu­ter­te Rata­j­ski den Hin­ter­grund des Voka­bel­ma­ra­thons, wel­cher der Initia­to­rin Doris Ken­ne­mann sehr am Her­zen lie­ge. „Der Voka­bel­ma­ra­thon“, mein­te zuvor bereits Fri­da Kie­se (7a), „moti­viert noch ein­mal mehr die Voka­beln zu ler­nen. Man kann so gleich­zei­tig Kin­dern hel­fen, denen es schlech­ter geht als uns, indem man ein­fach ein biss­chen lernt.“ Nora Weiss (7b) bestä­tig­te: „Das ist eine tol­le Akti­on von unse­rer Schu­le, dass wir das für die Kin­der machen.“ Über die per­sön­li­che Begeg­nung mit Jörg Prü­fer freu­te sich auch Mar­kus Auf­der­land­wehr, Spra­chen­ko­or­di­na­tor am St.-Ursula-Gymnasium: „Ich fin­de es toll, dass heu­te jemand hier ist, ein Gesicht hin­ter dem, wohin wir spen­den kön­nen, und wo etwas zum Leben erweckt wird.“

Jörg Prü­fer nahm sich tags dar­auf spon­tan Zeit, um den Schü­le­rin­nen und Schü­lern per Video­kon­fe­renz sei­nen Dank aus­zu­spre­chen und ihnen sein Pro­jekt vor­zu­stel­len. „Was den Kin­dern von allem am meis­ten fehlt, ist Lie­be“, begrün­de­te der 62-Jäh­ri­ge gebür­ti­ge Köl­ner die Moti­va­ti­on für sein per­sön­li­ches Enga­ge­ment in der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik. Er wies beson­ders auf die Bedeu­tung von Schul­bil­dung für die von ihm betreu­ten Kin­der aus den Armen­vier­teln von San­to Dom­in­go hin. Denn die­se ermög­li­che es ihnen, in dem stark von Tou­ris­mus gepräg­ten Land einen gesi­cher­ten Beruf zu ergrei­fen und nicht, wie lei­der oft üblich, in Kri­mi­na­li­tät und Pro­sti­tu­ti­on abzu­rut­schen. Aber auch wei­te­re Maß­nah­men von „bread & water“ wie z.B. die ärzt­li­che Ver­sor­gung sei­ner Schütz­lin­ge erläu­ter­te er am Schick­sal von Maria, Michel­le und ande­ren Kin­dern. Die Siebt­kläss­ler zeig­ten sich beein­druckt von dem Pro­jekt: „Wir fin­den es schön, dass es sol­che Orga­ni­sa­tio­nen gibt, um ande­ren ein bes­se­res Leben zu ermög­li­chen“, mein­ten Pau­la Hen­ze und Maja Hüt­te (7a). Und Juli­an Prinz (7c) zog das Fazit: „Wie Herr Prü­fer sag­te, leben vie­le Leu­te in Armut und in Umstän­den, die wir uns nie­mals vor­stel­len kön­nen. Ich wür­de den Voka­bel­ma­ra­thon noch ein­mal machen.“

Das St.-Ursula-Gymnasium hat­te bereits im ver­gan­ge­nen Jahr den Erlös des Voka­bel­ma­ra­thons an „bread & water“ gespen­det und baut gera­de mit dem Spa­nisch­kurs der Jgst. 9 einen Brief­part­ner­schaft zu eini­gen der Kin­der auf, um den Kon­takt zu inten­si­vie­ren.

Infos unter www.bread-and-water.com

sug vokabelmarathon videokonferenz 1
Foto: Doris Ken­ne­mann

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Beliebte Beiträge