Donnerstag, 03. April 2025

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„Wir freu­en uns sehr, dass die KITA mit der Gebäu­de­über­ga­be am Stand­ort blei­ben soll“

Nach beid­sei­ti­gen ver­trau­ens­vol­len, kon­struk­ti­ven und ziel­füh­ren­den Ver­hand­lun­gen hat die Evan­ge­li­sche Kir­chen­ge­mein­de Rön­sahl ihr Gebäu­de ‚Am Sta­de‘ nun an die IGW Group (Isaak Paul, Grau­ber­ger Edu­ard & Dimi­t­ri Wied Immo­bi­li­en GbR) ver­kauft. Am heu­ti­gen Tag
unter­schrie­ben alle Par­tei­en beim Notar den Kauf­ver­trag. Damit geht das Gebäu­de mit dem wirt­schaft­li­chen Über­gang am 01. August an die Käu­fer über. „Wir haben im gesam­ten Ver­kaufs­pro­zess immer im Blick gehabt, dass das Gebäu­de an jeman­den ver­kauft wird, der den
KITA-Betrieb dort wei­ter­hin mög­lich machen möch­te. Unse­rer Kir­chen­ge­mein­de ist die Arbeit mit Kin­dern sehr wich­tig und wir freu­en uns sehr, dass die KITA mit der Gebäu­de­über­ga­be am Stand­ort blei­ben soll – und damit für die Kin­der und Eltern die Grund­vor­aus­set­zun­gen erhal­ten blei­ben kön­nen“, freut sich Bri­git­te Den­da, Vor­sit­zen­de des Pres­by­te­ri­ums der Ev. Kir­chen­ge­mein­de Rön­sahl.


Im Gebäu­de hat­te die Kir­chen­ge­mein­de seit Anfang der 60er-Jah­re eine Kin­der­ta­ges­stät­te betrie­ben. „Das haben wir über die Jahr­zehn­te vol­ler Über­zeu­gung getan, weil es uns immer wich­tig war, für die Kin­der da zu sein und sie auf ihrem Lebens­weg ein Stück zu beglei­ten“, schaut Bri­git­te Den­da zurück.



Umso schwe­rer fiel der Kir­chen­ge­mein­de im letz­ten Jahr die Ent­schei­dung, das Gebäu­de ver­kau­fen zu müs­sen. Der Haupt­grund für die­se Ent­schei­dung lag in den immer grö­ßer wer­den­den Her­aus­for­de­run­gen der Finan­zie­rung des Betriebs der Kin­der­ta­ges­stät­te. Unge­fähr ein Drit­tel der jähr­li­chen Kir­chen­steu­er­zu­wei­sun­gen für die Kir­chen­ge­mein­de Rön­sahl muss­ten in den Betrieb der KITA inves­tiert wer­den. Bei vie­len wei­te­ren Kos­ten für die Gemein­de, wie u.a. für die Pfarr­stel­le, das Gemein­de­haus und natür­lich die Ser­va­ti­us­kir­che, konn­te die Kir­chen­ge­mein­de den Betrieb der Kin­der­ta­ges­stät­te in den letz­ten Jah­ren nur noch aus eige­nen Rück­la­gen finan­zie­ren.


Erschwert wur­de die Gesamt­si­tua­ti­on dadurch, dass das Gebäu­de ‚Am Sta­de‘ grund­le­gend sanie­rungs­be­dürf­tig ist. Die Ver­ant­wort­li­chen waren somit gezwun­gen zu ent­schei­den, wie es lang­fris­tig mit der Kin­der­ta­ges­stät­te wei­ter­ge­hen kann. Die hohen Kos­ten für die Trä­ger­schaft, mög­li­che Aus­ga­ben für eine not­wen­di­ge Gebäu­de­sa­nie­rung und alles bei immer gerin­ge­ren Eigen­mit­teln, mach­ten die finan­zi­el­le Belas­tung für die Kir­chen­ge­mein­de ins­ge­samt zu groß und führ­ten zur Ent­schei­dung des Pres­by­te­ri­ums den Kin­der­gar­ten zum Som­mer 2022 nicht mehr wei­ter­füh­ren zu kön­nen. In die­sem Zusam­men­hang wur­de ent­schie­den, das Gebäu­de ‚Am Sta­de‘ zu ver­kau­fen.


Dar­auf­hin kamen Inves­to­ren auf die Kir­chen­ge­mein­de zu, die das Gebäu­de erwer­ben woll­ten. “Wir hät­ten die Immo­bi­lie schon zum Som­mer 2022 ver­kau­fen kön­nen. Aber als klar wur­de, dass für die Über­gangs­pha­se der KITA kei­ne pas­sen­den Raum-Alter­na­ti­ven im Ort zur Ver­fü­gung gestellt wur­den, haben wir unse­re Ver­kaufs­ge­sprä­che auf Eis gelegt und uns ent­schie­den, für eine Über­gangs­zeit von 12 Mona­ten zu hel­fen. Wir haben das Gebäu­de für den KITA-Betrieb dann für das Über­gangs­jahr ver­mie­tet, weil wir die Kin­der und Eltern in die­ser Pha­se nicht allein las­sen woll­ten. Das war uns wich­ti­ger, als das Gebäu­de schnell zu ver­kau­fen”, macht Bri­git­te Den­da klar.


In der Über­gangs­pha­se nahm die Kir­chen­ge­mein­de dann wie­der die Gesprä­che zur Ver­äu­ße­rung der Immo­bi­lie auf – mit dem Ziel, dass auch durch den Ver­kauf der KITA-Betrieb am Stand­ort mög­lich blei­ben soll. Das scheint nun, mit der Über­ga­be an die IGW Group, gelun­gen. Mit dem Über­gang zum 01. August soll die KITA auch in Zukunft ‚Am Sta­de‘ blei­ben kön­nen. “Ich freue mich über den erfolg­rei­chen Abschluss der Ver­hand­lun­gen und die Per­spek­ti­ve, dass der KITA-Betrieb im Gebäu­de auch in Zukunft mög­lich sein soll. Die Kir­chen­ge­mein­de Rön­sahl hat im gesam­ten Pro­zess nicht nur die Zukunft der Gemein­de­ar­beit im Blick gehabt, son­dern auch auf die gene­rel­le Fort­füh­rung der KITA vor Ort geach­tet. Mein gro­ßes Kom­pli­ment an die Käu­fer und die Kir­chen­ge­mein­de, die die­se gute Gesamt­lö­sung mög­lich gemacht haben. Wir hof­fen, damit ist die Basis für eine lang­jäh­ri­ge Stand­ort­si­che­rung der KITA in Rön­sahl gesi­chert“, stellt Chris­tof Gro­te, Super­in­ten­dent des Ev. Kir­chen­krei­ses Lüden­scheid-Plet­ten­berg, her­aus.

@EKKLP/EKR

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