Freitag, 04. April 2025

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Hexen­wahn im Süd­sauer­land­mu­se­um

Zur Eröff­nung der Son­der­aus­stel­lung „HEXENWAHN“ lädt sie das Team des Süd­sauer­land­mu­se­ums in Atten­dorn am 07.05.2023 um 15 Uhr herz­lich ein.

Die Wanderausstellung,die bis zum 19.0923 im Süd­sauer­land­mu­se­um zuse­hen sein wird, ent­stand in Koope­ra­ti­on mit der Eulen­burg – Uni­ver­si­täts- und Stadt­mu­se­um Rin­teln und lie­fert tie­fe Ein­bli­cke in das The­ma Hexen­ver­fol­gung und Hexen­glau­be von der Frü­hen Neu­zeit bis in die Gegen­wart. Dar­ge­stellt wer­den auch die dunk­len Kapi­tel der Regio­nal­ge­schich­te, als es unter den Wol­fen­büt­te­ler Her­zö­gen Hein­rich Juli­us (1564 bis 1613) und August der Jün­ge­re (1579 bis 1666) im Land Braun­schweig zu Hexen­ver­fol­gun­gen und Hexen­pro­zes­sen kam und Men­schen auf Grund von Denun­zia­tio­nen und fal­schen Bezich­ti­gun­gen gefol­tert und hin­ge­rich­tet wur­den. Erst der Sin­nes­wan­del in der Zeit der Auf­klä­rung setz­te der Hexen­ver­fol­gung end­gül­tig ein Ende.

Feuer - Hexenwahn-Südsauerlandmuseum 2023 - Sonderausstellung

25 Text­ta­feln und rund 70 Expo­na­te, dar­un­ter ein Richt­schwert eines Scharf­rich­ters um 1700, diver­se Fol­ter­werk­zeu­ge, geschmie­de­te Schiffs­nä­gel, eine Voo­doo-Pup­pe, in eine Steck­na­del steckt, mit Sarg, Hüh­ner­fü­ße, ein Zie­gen­bock in Ori­gi­nal­grö­ße als Inbe­griff des Teu­fels, ein Alche­mis­ten-Becher bis hin zu Pro­zess­ak­ten und Poli­zei­ver­ord­nun­gen sind Teil der Aus­stel­lung.

In der Aus­stel­lung prä­sen­tiert wird auch der ver­mut­lich ori­gi­na­le Eisen­stuhl, auf dem unter dem Wel­fen­her­zog Hein­rich Juli­us die Alche­mis­tin und angeb­li­che Hexe Anne Marie Zieg­ler in der Nähe des Wol­fen­büt­te­ler Schlos­ses am 7. Febru­ar 1575 ver­brannt wur­de. Zu sehen ist auch der erst­ma­lig 1486 publi­zier­te Buch­ti­tel „Hexen­ham­mer“ (Mal­leus mala­fi­carum), den die Her­zog August Biblio­thek in Wol­fen­büt­tel leih­wei­se zur Ver­fü­gung stell­te. Das Ori­gi­nal­werk des deut­schen Domi­ni­ka­ner­mönchs Hein­rich Kra­mer (um 1430–1505) schuf die geis­ti­ge Grund­la­ge zur Legi­ti­ma­ti­on einer aggres­si­ve­ren Hexen­ver­fol­gung und erschien bis zum Ende des 17. Jahr­hun­derts in 29 Auf­la­gen.

Dass die Figur der Hexe und The­men wie Aber­glau­be, Heil­kun­de und Spi­ri­tua­li­tät bis heu­te nicht die Fas­zi­na­ti­on ver­lo­ren haben, wird im letz­ten Teil der Son­der­aus­stel­lung deut­lich. In den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten erschie­nen zahl­rei­che euro­päi­sche und ame­ri­ka­ni­sche Erwach­se­nen- und Kin­der­fil­me, Jugend­li­te­ra­tur, Walt Dis­ney-Comics mit der Hexe Gun­del Gau­ke­ley bis hin zu Gro­schen­ro­ma­nen wie „Geis­ter­jä­ger John Sin­clair“, in letz­te­ren kön­nen die Besu­che­rin­nen und Besu­cher vor Ort blät­tern.

  • Das Gruß­wort wird der stellv. Bür­ger­meis­ter Horst-Peter Jagusch
  • Ein­füh­rung Moni­ka Löcken
  • Musi­ka­li­sche Beglei­tung: Gemi­ni
Hexenwahn-Südsauerlandmuseum 2023 - Sonderausstellung

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