Freitag, 04. April 2025

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Hohe Aus­zeich­nung für Mar­lies Heer aus Kirch­vei­sche­de

Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­mei­er hat Mar­lies Heer aus Kirch­vei­sche­de die Ver­dienst­me­dail­le des Ver­dienst­or­dens der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ver­lie­hen. In einer Fei­er­stun­de im Olper Kreis­haus hän­dig­te Land­rat Theo Mel­cher die Aus­zeich­nung heu­te (8. März 2023) aus und über­mit­tel­te die Glück­wün­sche des Staats­ober­haup­tes.

Mar­lies Heer hat durch ihr jahr­zehn­te­lan­ges Enga­ge­ment für das All­ge­mein­wohl und das Hei­mat­dorf Kirch­vei­sche­de aus­zeich­nungs­wür­di­ge Ver­diens­te erwor­ben. Mar­lies Heer ist ver­hei­ra­tet, hat zwei Söh­ne sowie fünf Enkel­kin­der und war bis zu ihrem Ein­tritt in den Ruhe­stand im Jahr 2008 als Leh­re­rin tätig – unter ande­rem an der sei­ner­zei­ti­gen Dorf­schu­le Kirch­vei­sche­de und zuletzt an der ehe­ma­li­gen Kai­ser-Otto-Haupt­schu­le in Elspe.

Mehr als 30 Jah­re unter­stütz­te Mar­lies Heer die sei­ner­zeit von ihr mit­auf­ge­bau­te Koope­ra­ti­on der Haupt­schu­le Elspe mit der Part­ner­schu­le San Gre­go­rio in Uru­gu­ay. Auch nach Been­di­gung der Schul­ko­ope­ra­ti­on sorgt sie pri­vat unter ande­rem mit der Orga­ni­sa­ti­on eines wöchent­li­chen Waf­fel­ba­ckens sowie bei der Pla­nung und Durch­füh­rung des tra­di­tio­nel­len Kut­scher­tref­fens in ihrem Hei­mat­dorf Kirch­vei­sche­de für finan­zi­el­le Res­sour­cen. Wenn mate­ri­el­le Hil­fen in Form von Kin­der­klei­dung, Schu­hen oder Schreib­ma­te­ri­al benö­tigt wer­den, führt sie ent­spre­chen­de Samm­lun­gen durch.

Eben­falls aus ihrer Zeit als Leh­re­rin ent­stammt der „Mar­lies-Heer-Sozi­al­preis”, den Schü­le­rin­nen und Schü­ler erhiel­ten, die sich in beson­de­rer Wei­se durch ihr Sozi­al­ver­hal­ten aus­zeich­ne­ten.

Zudem enga­giert sich Mar­lies Heer aktiv in den ört­li­chen Ver­ei­nen von Kirch­vei­sche­de. Vie­le Jah­re war sie im Vor­stand des Dorf- und Hei­mat­ver­eins (frü­her Hei­mat- und Ver­kehrs­ver­ein) aktiv – zunächst als 2. Vor­sit­zen­de, dann als 1. Vor­sit­zen­de. Ihr Enga­ge­ment gilt der Ver­schö­ne­rung des Dor­fes. Dazu zählt das Sau­ber­hal­ten von Park, Wegen und Flä­chen eben­so wie die Orga­ni­sa­ti­on von Blu­men­schmuck. Sie ist feder­füh­rend bei der Vor­be­rei­tung und auch Durch­füh­rung des Wett­be­werbs „Unser Dorf hat Zukunft“ (frü­her „Unser Dorf soll schö­ner wer­den“) betei­ligt. Kirch­vei­sche­de wur­de dar­auf­hin mehr­fach zum „schöns­ten Dorf im Sau­er­land“ gewählt und ist auf Lan­des­ebe­ne bereits mit dem Titel „Gold­dorf“ prä­miert wor­den. Zuletzt gab es im Lan­des­wett­be­werb 2022 „Sil­ber“.

Auch an der Gestal­tung ört­li­cher Fes­te wie der 1000-Jahr-Fei­er, dem Weih­nachts­weg und dem Krea­tiv­weg wirkt Mar­lies Heer aktiv mit. Außer­dem ist sie seit 20 Jah­ren Redak­teu­rin der Dorf­zei­tung, die mehr­mals im Jahr über das Leben und Wir­ken der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Kirch­vei­sche­de berich­tet. Vie­le Jah­re konn­te man den Gar­ten der Ehe­leu­te Mar­lies und Josef „Jüp­pe“ Heer bewun­dern, unter ande­rem am „Tag des offe­nen Gar­tens“. Sie orga­ni­sier­te Live-Musik und ver­kauf­te Kuchen, so dass sie in der Lage war, eine vier­stel­li­ge Sum­me an gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen wie z.B. an die Chris­tof­fel-Blin­den­mis­si­on oder die Akti­on Kin­der­traum wei­ter­zu­lei­ten.

In der Flücht­lings­hil­fe ist Mar­lies Heer eben­falls aktiv. Sie ver­mit­telt seit 2015 Woh­nun­gen und orga­ni­sier­te Sprach­un­ter­richt, den sie auch selbst durch­führ­te. Beson­ders um eine Fami­lie, an deren Zusam­men­füh­rung sie maß­geb­lich betei­ligt war, küm­mer­te sie sich inten­siv. Noch heu­te wer­den unter ihrer Feder­füh­rung Früh­stücks­tref­fen für Flücht­lin­ge durch­ge­führt.

Tobi­as Pus­pas, Bür­ger­meis­ter der Stadt Len­ne­stadt, hob die Bedeu­tung die­ser hohen Aus­zeich­nung her­vor. In Zei­ten, in denen ein sol­ches Enga­ge­ment wie das von Mar­lies Heer immer sel­te­ner wer­de, sei es wich­tig, mit der Ver­dienst­me­dail­le ein Zei­chen zu set­zen.

Lau­da­to­rin Rita Bal­ve-Epe hat­te mit Kers­tin Brau­er die Aus­zeich­nung namens des Frau­en-Uni­on (Kreis­ver­band Olpe und Stadt­ver­band Len­ne­stadt) ange­regt. Rita Bal­ve-Epe benann­te in unter­halt­sa­mer Form wich­ti­ge Punk­te in der Vita von Mar­lies Heer und bezeich­ne­te sie als „beson­ders enga­gier­ten, groß­ar­ti­gen Men­schen“. Stets habe die Geehr­te gemein­nüt­zig für das All­ge­mein­wohl gehan­delt.

Mar­lies Heer selbst zeig­te sich „ganz über­wäl­tigt“ und „mäch­tig stolz“: „Ich weiß, die­se Ehre zu schät­zen.“ Sie dank­te ihrem Ehe­mann, der Fami­lie sowie allen Unter­stüt­zern, die ihr nie eine Absa­ge zur Hil­fe erteilt hät­ten.

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