Freitag, 04. April 2025

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Süd­west­fä­li­sche Abge­ord­ne­te von CDU und Grü­nen leh­nen SPD-Antrag zur Ret­tung von Hydro­Net ab …

Nach gro­ßen Ankün­di­gun­gen und toll klin­gen­den Schlag­wör­tern im Koali­ti­ons­ver­trag lässt die Lan­des­re­gie­rung – und mit ihr die süd­west­fä­li­schen Abge­ord­ne­ten von CDU und Grü­nen – das Pro­jekt Hydro­Net ein­fach fal­len. Und das trotz enger Beglei­tung der Pro­jekter­ar­bei­tung durch das Land.

Wie Anfang Dezem­ber 2022 medi­al bekannt wur­de, wird die För­de­rung des Pro­jekts in Höhe von 39 Mil­lio­nen Euro nun völ­lig über­ra­schend nach ein­ein­halb Jah­ren inten­si­ver Arbeit der betei­lig­ten Unter­neh­men gekippt.

Die Lan­des­re­gie­rung erteilt damit nicht nur dem Pro­jekt Hydro­Net eine Absa­ge, son­dern bremst den gesam­ten Aus­bau der Was­ser­stoff­wirt­schaft in Süd­west­fa­len aus. Gestützt durch die Land­tags­frak­ti­on der SPD in NRW und gemein­sam mit den zwei wei­te­ren SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten aus Süd­west­fa­len, Inge Blask und Gor­dan Dudas, for­der­te die hei­mi­sche SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Chris­tin-Marie Stamm die Lan­des­re­gie­rung und Minis­te­rin Mona Neu­bau­er mit dem SPD-Antrag dazu auf, sich nicht län­ger hin­ter zu hohen Kos­ten, För­der­richt­li­ni­en und EU-Vor­ga­ben zu ver­ste­cken, son­dern end­lich die von der Lan­des­re­gie­rung ange­kün­dig­te Ermög­li­chungs­po­li­tik umzu­set­zen.

Dies schließt nicht nur die ein­ge­hen­de Über­prü­fung der Lan­des­för­de­rung für Hydro­Net, son­dern dar­über hin­aus­ge­hend den schnel­len und effek­ti­ven Aus­bau der Was­ser­stoff-Indus­trie in Süd­west­fa­len ein: „Wir haben im Antrag bewusst nicht nur auf Hydro­Net Bezug genom­men, son­dern ganz gene­rell den schnel­len und effek­ti­ven Aus­bau der Was­ser­stoff-Indus­trie ange­mahnt“, so Chris­tin-Marie Stamm. „Ich den­ke, wir alle hier wis­sen, wie wich­tig das Gelin­gen die­ser Trans­for­ma­ti­on für NRW ist.“

„Das Schei­tern von Hydro­Net ist weit mehr als eine ver­pass­te Chan­ce – es ist ein Fin­ger­zeig an die Regi­on Süd­west­fa­len, dass mit die­ser Lan­des­re­gie­rung nicht zu rech­nen ist, wenn es ans Ein­ge­mach­te geht“, so Chris­tin-Marie Stamm wei­ter. Die Lan­des­re­gie­rung hat­te im Dezem­ber die Mög­lich­keit, den fata­len Ein­druck noch ein­mal zu kor­ri­gie­ren und die ver­pass­te Chan­ce mit Annah­me des SPD-Antrags doch noch zu nut­zen. Die­se Chan­ce haben die Lan­des­re­gie­rung und mit ihr ins­be­son­de­re die süd­west­fä­li­schen Abge­ord­ne­ten von CDU und Grü­nen ver­passt: Bei nament­li­cher Abstim­mung haben sich alle schwarz-grü­nen süd­west­fä­li­schen Abge­ord­ne­ten gegen den Antrag aus­ge­spro­chen.

NRW ist in sei­ner wirt­schaft­li­chen Aus­rich­tung in hohem Maße abhän­gig von der ener­gie­in­ten­si­ven Indus­trie im Land, die im Zuge der sozi­al-öko­lo­gi­schen Trans­for­ma­ti­on in weni­gen Jah­ren einen hohen Was­ser­stoff­be­darf auf­wei­sen wird. Für die nöti­gen Import­men­gen wie für die hei­mi­sche Pro­duk­ti­on benö­tigt NRW ein leis­tungs­fä­hi­ges Was­ser­stoff­lei­tungs­sys­tem, des­sen zügi­ger Aus­bau hohe Prio­ri­tät hat und als Daseins­vor­sor­ge und Stand­ort­si­che­rung zu begrei­fen ist, die nicht dem Zufall über­las­sen wer­den darf.

Süd­west­fa­len ist eine wesent­li­che Indus­trie­re­gi­on in NRW. Die Was­ser­stoff­in­fra­struk­tur darf somit nicht nur auf die städ­ti­schen Bal­lungs­zen­tren des Lan­des aus­ge­rich­tet sein, son­dern muss flä­chen­de­ckend aus­ge­baut wer­den. Das Pro­jekt Hydro­Net zielt in die­sem Rah­men auf eine inno­va­ti­ve, regio­na­le und inte­gra­ti­ve Umset­zung von Zukunfts­tech­no­lo­gien und Sek­to­ren­kopp­lung, um den Kli­ma­schutz und die Ener­gie­wen­de vor­an­zu­trei­ben und Arbeits­plät­ze zu sichern. Schwer­punkt ist der Auf­bau einer regio­na­len Was­ser­stoff­wirt­schaft, die Akteu­re ent­lang der gesam­ten regio­na­len Was­ser­stoff­wert­schöp­fungs­ket­te inte­griert.

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