Samstag, 05. April 2025

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Jut­ta Tripp und Ste­fan Schick als wei­te­re Mul­ti­pli­ka­to­ren im Ein­satz zum Schutz vor sexua­li­sier­ter Gewalt

Der Evan­ge­li­sche Kir­chen­kreis Lüden­scheid-Plet­ten­berg setzt die kla­ren Stan­dards zum Schutz vor und im Umgang mit sexua­li­sier­ter Gewalt wei­ter kon­se­quent um. Die umfang­rei­chen Maß­nah­men basie­ren auf dem ‚Kir­chen­ge­setz zum Schutz vor sexua­li­sier­ter Gewalt‘ vom 1. März 2021. Infol­ge­des­sen wur­den nun mit Jut­ta Tripp und Ste­fan Schick zwei Haupt­amt­li­che des Kir­chen­krei­ses als wei­te­re Mul­ti­pli­ka­to­ren aus­ge­bil­det. Sie sind dafür ver­ant­wort­lich, dass inner­halb des Kir­chen­kreis ca. 1000 Mit­ar­bei­ten­den ent­spre­chend geschult wer­den kön­nen.


Die umfang­rei­che Aus­bil­dung der Mul­ti­pli­ka­to­ren des Kir­chen­krei­ses umfass­te zum einen die Schu­lungs­in­hal­te zur Erar­bei­tung von ziel­grup­pen­spe­zi­fi­schen Schu­lun­gen. Zum ande­ren ging es in der Aus­bil­dung um ver­tief­tes Fach­wis­sen in vier The­men­schwer­punk­ten: Ver­trau­lich­keit, Ver­schwie­gen­heit, Seel­sor­ge­ge­heim­nis – Sexu­al­straf­recht – Arbeits- und Dienst­recht sowie Han­del im Drei­eck zwi­schen
Betrof­fe­nen, Beschul­dig­ten und Insti­tu­ti­on.

Nach der erfolg­rei­chen Aus­bil­dung erhiel­ten Jut­ta Tripp und Ste­fan Schick von Super­in­ten­dent Dr. Chris­tof Gro­te ihre Zer­ti­fi­ka­te. Dabei beton­te der Super­in­ten­dent des hei­mi­schen Kir­chen­krei­ses erneut die hohe Bedeu­tung der Aus­bil­dung und den damit zusam­men­hän­gen­den Maß­nah­men. Denn mit Blick auf Ereig­nis­se in der Ver­gan­gen­heit haben Inter­ven­ti­on und Prä­ven­ti­on von sexua­li­sier­ter Gewalt höchs­te
Prio­ri­tät. “Wir haben in unse­rem Kir­chen­kreis selbst schmerz­lich erfah­ren, wel­ches Leid und wel­che Kon­se­quen­zen aus­ge­löst wer­den, wenn Men­schen das Umfeld von Kir­che aus­nut­zen und ihre Macht miss­brau­chen. So muss­ten Men­schen Schreck­li­ches durch­le­ben, in einem Raum, in dem sie eigent­lich geschützt sein müs­sen. Dies darf sich bei uns nie mehr wie­der­ho­len. Dafür haben wir als Kir­chen­kreis bis­lang schon viel auf­ge­wen­det und wer­den in Zukunft wei­ter sehr viel inves­tie­ren”, so Chris­tof Gro­te.


Bereits zu Beginn die­ses Jah­res hat­ten Andrea Bäcker und Moni­ka Trif­fo als aus­ge­bil­de­te Mul­ti­pli­ka­to­rin­nen im Kir­chen­kreis damit begon­nen Maß­nah­men umzu­set­zen und Mit­ar­bei­ten­de zu schu­len. Ziel ist es, die Teil­neh­men­den für das The­ma zu sen­si­bi­li­sie­ren, Fak­ten­wis­sen zu ver­mit­teln und gemein­sam zu erör­tern, wie Kin­der, Jugend­li­che und auch Erwach­se­ne vor sexu­el­len Über­grif­fen geschützt wer­den kön­nen. Dabei ist es wich­tig zu ver­mit­teln, wie die Aus­nut­zung von Macht und Abhän­gig­keits­ver­hält­nis­sen zu erken­nen sind, die­se dann zu unter­bin­den und damit Über­grif­fen vor­zu­beu­gen.


Mit der erfolg­rei­chen Aus­bil­dung von Jut­ta Tripp und Ste­fan Schick sind nun ins­ge­samt vier Mul­ti­pli­ka­to­ren des hei­mi­schen Kir­chen­krei­ses im Ein­satz. Die umfang­rei­chen Maß­nah­men auf die­ser Ebe­ne sind unbe­fris­tet ange­legt. Nach den Schu­lun­gen der ca. 1000 Mit­ar­bei­ten­den, wer­den für den Kir­chen­kreis und sei­ne Ein­rich­tun­gen sowie die Kir­chen­ge­mein­den ent­spre­chen­de Schutz­kon­zep­te ent­wi­ckeln. Auf die Ver­ant­wort­li­chen kommt in der Zukunft somit sehr viel Arbeit zu. Ein gro­ßer Auf­wand, der auf Ebe­ne des hei­mi­schen Kir­chen­krei­ses berech­tig­ter­wei­se einen hohen Stel­len­wert erhält.

©EKKLP

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