Donnerstag, 03. April 2025

Top 5 der Woche

Ähnlich

Rivi­us Gym­na­si­um gra­tu­liert zum 800. Geburts­tag mit Musik und Thea­ter

von Mona Pospi­schil

Anläss­lich des 800jährigen Stadt­ju­bi­lä­ums fan­den zum Schul­jah­res­en­de in der Aula des Rivi­us Gym­na­si­ums an zwei Aben­den die Auf­füh­run­gen der Orches­ter- und Thea­ter­grup­pen statt.

Unter der Lei­tung der Musik­leh­re­rin Katha­ri­na Quast und der Leh­re­rin des Lite­ra­tur­kur­ses Tan­ja Aust prä­sen­tier­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Rivi­us Gym­na­si­ums eine erfolg­rei­che Mischung von Musik und Thea­ter.

Mit den drei unter­schied­li­chen Orches­ter­grup­pen, näm­lich den bei­den Klas­sen­or­ches­tern der Stu­fen 5 und 6 sowie dem jahr­gangs­über­grei­fen­den Schul­or­ches­ter, gelang eine viel­fäl­ti­ge Dar­bie­tung bekann­ter Melo­dien, wie etwa die Film­mu­sik zu „Fluch der Kari­bik“, die auf einen unter­halt­sa­men Abend ein­stimm­ten.

Das Schul­or­ches­ter „Gro­ße Viel­Har­mo­nie“ war­te­te mit einem gro­ßen Ange­bot aus Rock, Pop und Film­mu­sik auf. Neben fröh­lich-lus­ti­gen Klän­gen eines Med­leys aus Hits der Band Cold­play oder Elton Johns Cro­co­di­le Rock waren auch berüh­ren­de Musik­wer­ke wie der Sound­track des Films „Schind­lers Lis­te“ zu hören. Ali­sha Krü­ger, Schü­le­rin der Q1, trug ein­fühl­sam den Solo-Part an der Vio­li­ne vor.

img 3684
Das Schul­or­ches­ter „Gro­ße Viel­Har­mo­nie“ war­te­te mit einem gro­ßen Ange­bot aus Rock, Pop und Film­mu­sik auf (Foto: RGA)

Der Abend erin­ner­te in die­sem Zusam­men­hang nicht nur an das jüdi­sche Leben in Atten­dorn, son­dern bot auch einen klin­gen­den Quer­schnitt, bei dem Brauch­tü­mer wie Schüt­zen­fest, Kar­ne­val und Ostern und die Zukunft der Stadt the­ma­ti­siert wur­den.

Pas­send dazu prä­sen­tier­te Kunst­leh­rer Gre­gor Gül­ker Schü­ler­kunst­wer­ke, wodurch die musi­ka­li­sche Dar­bie­tung optisch unter­malt wur­de.

Zum Aus­klang vor der Pau­se sang das Publi­kum gemein­sam mit dem Orches­ter das Lied “Mein Atten­dorn” mit neu ver­fass­tem Text von Leh­rer Dr. Mar­tin Pfen­nig als Glück­wunsch-Bot­schaft und Geburts­tags­ge­schenk vom Rivi­us Gym­na­si­um an die Han­se­stadt.

Im Anschluss begann das Thea­ter­stück 2071/2°, das der Lite­ra­tur­kurs der Q1 des Rivi­us Gym­na­si­ums auf­führ­te. Die von den Schü­le­rin­nen und Schü­lern selbst­ver­fass­te Dys­to­pie han­delt in einer Zukunft, in der es durch Natur­ka­ta­stro­phen als Fol­ge des Kli­ma­wan­dels vie­le Ein­schrän­kun­gen gibt, die die Regie­rung vor­nimmt. So gibt es neben einem CO2-Aus­stoß-Zäh­ler, den jeder Bür­ger tra­gen muss, auch eine rigi­de Ein-Kind-Poli­tik. Im Mit­tel­punkt steht eine Mut­ter, die ein zwei­tes Mal schwan­ger wird. Berüh­ren­den Sze­nen, die mit der Live-Musik von Orches­ter­mit­glie­dern der Gro­ßen Viel­Har­mo­nie beglei­tet wur­den, stell­ten die Gewis­sens­kon­flik­te der Figu­ren und die Angst vor der Regie­rung dar. Rück­be­zü­ge auf die heu­ti­ge Zeit, mach­ten die Zuschau­er dar­auf auf­merk­sam, wel­che Aus­wir­kun­gen der Kli­ma­wan­del haben kann.

Das Zusam­men­le­gen von Orches­ter und Thea­ter führ­te zu einem facet­ten­rei­chen Abend, der die Stadt Atten­dorn sowohl im Hin­blick auf die Ver­gan­gen­heit als auch auf die Zukunft in den Mit­tel­punkt stell­te.

img 3686
Das Thea­ter­stück 2071/2° zeigt eine Gesell­schaft, bei der regel­mä­ßig der CO2-Aus­stoß jedes ein­zel­nen gemes­sen wird (Foto: RGA)

Nach einer kur­zen Dan­kes­re­de der Schul­lei­te­rin Frau Grei­temann an alle Mit­wir­ken­den ende­te der Kon­zert- und Thea­ter­abend, der es seit der Coro­na­pan­de­mie vie­len Schü­le­rin­nen und Schü­lern ermög­lich­te, end­lich wie­der oder sogar zum aller­ers­ten Mal auf einer Büh­ne vor Publi­kum zu ste­hen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Beliebte Beiträge