Samstag, 05. April 2025

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Bus Brü­cke star­tet neue Abhol­ak­ti­on – die­ses Mal direkt in die Ukrai­ne

„Natür­lich ist uns klar, dass wir in ein Land rei­sen, in dem Krieg herrscht und die Akti­on Gefah­ren mit sich bringt. Aber den Men­schen muss gehol­fen wer­den. Und wenn sie es nicht mehr aus der Ukrai­ne her­aus­schaf­fen, müs­sen wir eben in die Ukrai­ne rein.“

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Flo­ri­an König, Initia­tor der Bus Brü­cke (Foto: pri­vat)

Nach wie vor ver­su­chen vie­le Ukrai­ner aus dem Kriegs­ge­biet zu flüch­ten. Die Zustän­de im Land machen es ihnen jedoch schwie­rig, über­haupt bis zur Gren­ze zu kom­men. Städ­te sind ohne Strom und Was­ser. Bus­se und Züge fah­ren nicht mehr. Da, wo die Initia­ti­ve Bus Brü­cke bis­her Geflüch­te­te abge­holt hat, an der pol­ni­schen Gren­ze, kom­men nur die Wenigs­ten noch an. „Wir haben uns des­halb dazu ent­schie­den in die Ukrai­ne hin­ein­zu­fah­ren und die Men­schen direkt dort abzu­ho­len“, kün­digt Flo­ri­an König, Initia­tor der Bus Brü­cke an. „Natür­lich ist uns klar, dass wir in ein Land rei­sen, in dem Krieg herrscht und die Akti­on Gefah­ren mit sich bringt. Aber den Men­schen muss gehol­fen wer­den. Und wenn sie es nicht mehr aus der Ukrai­ne her­aus­schaf­fen, müs­sen wir eben in die Ukrai­ne rein“, sagt Flo­ri­an König.

Geplant ist die Abhol­ak­ti­on für das Oster­wo­chen­en­de. Flo­ri­an König fliegt mit eini­gen wei­te­ren Hel­fern zunächst nach Kra­kau, von dort wird die Grup­pe nach Lwiw (deutsch Lem­berg) gebracht, um Ukrai­nern die Flucht zu ermög­li­chen. Mit dem Rei­se­bus – und hof­fent­lich vie­len Men­schen, die die Orga­ni­sa­ti­on ret­ten kann – wird es dann am Oster­sonn­tag zurück nach Deutsch­land gehen. Eben­falls will sich Flo­ri­an König auf die­ser Tour mit Kon­tak­ten tref­fen, um zu erfah­ren, wie die Initia­ti­ve den Men­schen noch wei­ter hel­fen kann und um das Netz­werk zu ver­grö­ßern.


Gro­ße Dank­bar­keit für Spen­den­ak­tio­nen

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Foto: Flo­ri­an König


Um den Geflüch­te­ten hier im Sau­er­land eine adäqua­te Unter­kunft anbie­ten zu kön­nen, wird nach wie vor drin­gend Wohn­raum gesucht. Die Initia­ti­ve möch­te wei­ter­hin ver­mei­den, Geflüch­te­te in Sam­mel­un­ter­künf­ten unter­brin­gen zu müs­sen. „Wer Wohn­raum zur Ver­fü­gung stel­len kann, kann sich bei Vivi­en Kös­ter mel­den“, sagt Albrecht Brod­hun von der Bus Brü­cke. Sie ist unter der Tele­fon­num­mer 0171–1688734 oder per E‑Mail an busbruecke@akzente.org zu errei­chen.

Meh­re­re Spen­den­ak­tio­nen fan­den in den ver­gan­ge­nen Wochen zuguns­ten der Bus Brü­cke statt. Das gespen­de­te Geld wird für Inte­gra­ti­ons­an­ge­bo­te ver­wen­det. Zum Bei­spiel für Sprach­kur­se oder für das für Ende April geplan­te zwei­te gro­ße Fami­li­en­fest. „Es ist toll, dass uns so vie­le mit Spen­den unter­stüt­zen und die Soli­da­ri­tät nicht abreist“, lobt Flo­ri­an König und bedankt sich im Namen der Bus Brü­cke herz­lich bei allen Spen­dern und Unter­stüt­zern.

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Albrecht Brod­hun (Foto: pri­vat)


Info-Kas­ten:

Die Bus Brü­cke ruft Ver­ei­ne dazu auf, sie zu unter­stüt­zen. „Wir freu­en uns, wenn uns eini­ge Ver­ei­ne hel­fen und Ange­bo­te für die Ukrai­ner schaf­fen. Dadurch kön­nen die­se ihr Leben hier attrak­ti­ver gestal­ten – ins­be­son­de­re in der bevor­ste­hen­den Feri­en­zeit, aber auch grund­sätz­lich“, sagt Albrecht Brod­hun. Das tra­ge gleich­zei­tig natür­lich auch zur Inte­gra­ti­on bei.


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Die „Bus Brü­cke“ ist eine gemein­nüt­zi­ge Initia­ti­ve, die von dem Plet­ten­ber­ger Unter­neh­men Event-Manu­fak­tur (DEM) unter dem Dach des pran­ge akzen­te e.V. gegrün­det wur­de, um ukrai­ni­schen Geflüch­te­ten zu hel­fen. Inspi­riert durch die Com­mu­ni­ty Wil­li & Söh­ne ent­stand der Name „Bus Brü­cke“, um sym­bo­lisch eine Hilfs­brü­cke zwi­schen der Ukrai­ne und dem Sau­er­land zu bau­en. Die „Bus Brü­cke“ orga­ni­siert Abho­lun­gen der geflo­he­nen Men­schen aus Polen nach Deutsch­land und ver­mit­telt pri­va­te Unter­künf­te für sie nach ihrer Ankunft im Sau­er­land. Unter­stützt wird die Initia­ti­ve durch Spen­den.

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Foto: Flo­ri­an König

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