Freitag, 04. April 2025

Top 5 der Woche

Ähnlich

„Wohl zu Hau­se“ möch­te durch­star­ten

Elke San­ger­mann betreut ein­mal pro Woche zwei Kin­der, um deren Mut­ter zu ent­las­ten. In den Feri­en kön­nen es auch mal meh­re­re Tage sein. „Die Kin­der freu­en sich immer wie­der. Das gibt mir ein gutes Gefühl“, sagt die Atten­dor­ne­rin. Hel­fen und Freu­de spen­den, auch über Gene­ra­ti­ons­gren­zen hin­weg, das ist das Ding von Elke San­ger­mann. Sie hat auch schon mal regel­mä­ßig für einen älte­ren Herrn ein­ge­kauft, mit ihm Kaf­fee getrun­ken und so man­ches Pläu­schen gehal­ten. Alles ehren­amt­lich, ver­steht sich. „Das könn­ten eigent­lich viel mehr Men­schen machen, die ein wenig Zeit übrig­ha­ben“, sagt Anne Jahn, neue Koor­di­na­to­rin des Atten­dor­ner Agil-Senio­ren­bü­ros. Die­se Men­schen zu fin­den, das ist die Kunst.

Bernd Her­weg küm­mert sich um den Dienst „Wohl zu Hau­se“, den die Plet­ten­ber­ger Frei­wil­li­gen­zen­tra­le des Dia­ko­ni­schen Wer­kes zusam­men mit dem Agil-Senio­ren­bü­ro in Koope­ra­ti­on mit der Stadt Atten­dorn anbie­tet.  „Wohl zu Hau­se“ bie­tet maß­geb­li­che Unter­stüt­zung bei der Mobi­li­tät von Senio­ren und will so errei­chen, dass älte­re Men­schen so lan­ge wie mög­lich selbst­be­stimmt in ihren eige­nen vier Wän­den blei­ben kön­nen.

Erreicht wer­den sol­len hier Senio­ren, die allein leben, Unter­stüt­zung im All­tag suchen, kei­ne Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen in Reich­wei­te haben, die in ver­trau­ter Umge­bung woh­nen blei­ben wol­len und auch sol­che, die sich ein­fach mehr Gesell­schaft und sozia­le Kon­tak­te wün­schen.

Bernd Her­weg über­nimmt für sie Ein­kaufs­gän­ge und Fahr­ten zum Arzt, zur Reha oder zu Behör­den. Er könn­te drin­gend Ent­las­tung gebrau­chen. Das Team der Ehren­amt­li­chen, die ihn unter­stüt­zen, ist wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie spür­bar geschrumpft. „Jetzt möch­ten wir wie­der durch­star­ten“, sagt er ange­sichts der Locke­run­gen.

Mit einem neu­en Fly­er, der in den nächs­ten Wochen an zahl­rei­chen Stel­len im Stadt­ge­biet aus­ge­legt wer­den soll, wol­len Agil-Koor­di­na­to­rin Anne Jahn und Bernd Her­weg auf das Ange­bot von „Wohl zu Hau­se“ in Atten­dorn und Umge­bung auf­merk­sam machen und um ehren­amt­li­che Mit­ar­beit wer­ben.

Dass das nicht ein­fach ist, weiß das klei­ne Team um Bernd Her­weg.  „Geld zu spen­den“, sagt einer der Fah­rer, „ist die eine Sache. Zeit zu spen­den, eine ande­re, denn Zeit ist ja eigent­lich das Kost­bars­te, was wir haben.“ Da nicken alle beim Ehren­amt­li­chen-Tref­fen im Sozi­al­zen­trum „Lebens­froh“ an der Dan­zi­ger Stra­ße. Sie spen­den gern einen Teil ihrer Zeit, um ande­ren zu hel­fen.

Wer sich eben­falls in den Dienst der guten Sache stel­len möch­te oder Unter­stüt­zung sucht, kann sich an Agil-Koor­di­na­to­rin Anne Jahn, Tele­fon +49 (0) 151/28089651 Mail agil.attendorn@gmail.com wen­den. Die AGIL Sprech­stun­de fin­det jeden 2. Mitt­woch im Monat von 9.00 – 11.00 Uhr im ev. Gemein­de­haus Atten­dorn oder nach tele­fo­ni­scher Ver­ein­ba­rung im Begeg­nungs­zen­trum „Lebens­froh“ statt. Ger­ne macht Anne Jahn auch Haus­be­su­che. Ein wei­te­rer Ansprech­part­ner ist Bernd Her­weg, Tele­fon +49 (0) 160 / 336 62 30, Mail b.herweg@diakonie-luedenscheid-plettenberg.de

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Beliebte Beiträge