Dienstag, 10. Februar 2026

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Klares Zeichen für den Klimaschutz

GFO Kliniken Südwestfalen beenden Einsatz von Desfluran

Die GFO Kliniken Südwestfalen verzichten ab sofort vollständig auf den Einsatz des Inhalationsanästhetikums Desfluran. Damit trägt das Krankenhaus der Verschärfung der europäischen F-Gas-Verordnung zum 1. Januar 2026 Rechnung und setzt ein Zeichen für mehr Klimaschutz im Gesundheitswesen.

Desfluran gilt als eines der klimaschädlichsten Narkosegase. Im Vergleich zu anderen gängigen Inhalationsanästhetika weist es ein deutlich höheres Treibhauspotenzial auf und verbleibt über viele Jahre in der Atmosphäre. Auch wenn es im Klinikalltag nur in begrenztem Umfang eingesetzt wird, trägt Desfluran messbar zur Klimabelastung bei.

„Aus medizinischer Sicht stehen heute mehrere gleichwertige und bewährte Alternativen zur Verfügung, die eine sichere Narkoseführung ermöglichen und gleichzeitig eine deutlich geringere Umweltbelastung verursachen“, erklärt Dr. med. Matthias Danz, Chefarzt des Instituts für Anästhesie. „Vor diesem Hintergrund sehen wir keinen medizinisch zwingenden Grund, an einem besonders klimaschädlichen Narkosegas festzuhalten.“

Der bewusste Verzicht auf Desfluran ist Teil einer übergeordneten Nachhaltigkeitsstrategie der GFO Kliniken Südwestfalen, mit der ökologische Verantwortung und eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung miteinander verbunden werden. Die frühzeitige Umstellung erfolgte in enger Abstimmung zwischen Anästhesie, Klinikleitung und Qualitätsmanagement.

„Klimaschutz ist auch im Krankenhaus kein abstraktes Ziel, sondern beginnt bei konkreten Entscheidungen im Alltag“, so Dr. Danz. „Der bewusste Verzicht auf Desfluran zeigt, dass medizinische Qualität und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind.“

Mit dieser Maßnahme leisten die GFO Kliniken Südwestfalen einen konkreten Beitrag zur Reduktion klimaschädlicher Emissionen im Gesundheitswesen und unterstreichen ihren Anspruch, Verantwortung für Gesundheit und Umwelt gleichermaßen zu übernehmen. Weitere Schritte zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks im Klinikbetrieb sind bereits in Planung.

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