von Dr. Roswitha Kirsch-Stracke (Kreisheimatbund Olpe)

Ein breites Themenspektrum deckt der Kreisheimatbund Olpe in der aktuellen Ausgabe seiner Zeitschrift ab. Jürgen Kalitzki transkribierte die Aufzeichnungen von Josef Stipp aus Altenhundem, der 1947 seine Erinnerungen an die russische Kriegsgefangenschaft niederschieb. Josef Rave setzt die Schilderungen des Talsperrenbaus im Kreis Olpe 1930 bis 1941 mit Karten und Bauzeichnungen fort. Konrad Dickhaus zeigt auf, wieviel Wagemut und Entschlossenheit Endes des 19. Jahrhunderts zur Gründung der St.-Josef-Kirchengemeinde in Bleche notwendig waren. Walter Wolf belegt an Beispielen aus dem Wendschen, dass die Bestimmung von Beinamen ohne Plattdeutsch nicht möglich ist.
Drei Beiträge im Heft greifen das Jahresthema 2025 des Kreisheimatbundes auf: „Heimat machen: lokale Projekte, Initiativen, Vereine“. Gabriele Schmidt stellt den Verein für Orts- und Heimatkunde e.V. Attendorn vor, der im Jahr 2023 bereits sein 125-jähriges Bestehen feiern konnte. Dass die Neujahrstraditionen im Südsauerland von Dorf zu Dorf variieren, zeigen beispielhaft Albert Schneider für Oberveischede und Josef Rave für (Neu?)Listernohl auf.
Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. hat den Blattkohl, Sammelbegriff für zahlreiche Kohlarten und -sorten, zum Gemüse des Jahres 2025/26 erklärt. Josef Rave schreibt aus diesem Anlass über den Grünkohl und gibt seine Anbauerfahrungen weiter. Das Große Mausohr, Fledermaus des Jahres 2025, wurde bereits 1966 in den Heimatstimmen als winterlicher Bewohner hiesiger alter Bergwerkstollen beschrieben. Antonius Klein stellt die Art vor und gibt an, dass Winterquartiere im Kreis Olpe heute nur noch in zwei Höhlen und drei Eisenbahntunneln nachgewiesen sind.
Die Initiative „Mein Ding! – Next Generation Kreisheimatbund Olpe“, traf sich zum zweiten Mal. Sie vernetzt junge Menschen mit Interesse an der Heimatarbeit im Kreis Olpe. Martin Stamm berichtet aus Teilnehmersicht über die Herbstwanderung durch die Heinsberger Heide und entlang der ehemaligen Eisenbahntrasse. Junge Interessierte können sich melden bei Kreisheimatpflegerin Susanne Falk: falk@kreisheimatbund-olpe.de.

Otto Höffers Funde und Hinweise aus dem Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Holger Böhlers Kreischronik für das Herbstquartal 2025, Berichte über die Jahresmitgliederversammlung in Bilstein und über die kommunalen Heimatpreise, ein Nachruf auf den Altenhundemer Theatermacher Paul-Wilhelm Thiel, Buchbesprechungen und Ausstellungshinweise ergänzen das aktuelle Heft.
Die Redaktion der „Heimatstimmen“, Klaus Schulte in Lennestadt-Maumke, heimatstimmen@kreisheimatbund-olpe.de, Tel. 02721/138 0268, nimmt gerne Text- und Bildbeiträge zur Heimatforschung entgegen, insbesondere zum Jahresthema 2026: „80 Jahre Demokratie im Kreis Olpe – die Anfänge 1946“.
Die Zeitschrift des Kreisheimatbundes Olpe erscheint viermal im Jahr zum Preis von 6,50 €, Einzelhefte sind erhältlich im örtlichen Buchhandel oder über die KHB-Geschäftsstelle, info@kreisheimatbund-olpe.de. Im KHB-Mitgliedsbeitrag von 23 € ist der Bezug alle vier Hefte einschließlich ihrer Zusendung enthalten. Ältere Folgen der „Heimatstimmen“ gibt es im Kreisarchiv Olpe, d.clemens@kreis-olpe.de. Hier kann auch das aktuelle Buch der Schriftenreihe des Kreises Olpe zum Preis von 40 € bezogen werden: „Bau-, Kunst-, Boden-Denkmäler im Kreis Olpe“, mit 800 Abbildungen zu 700 Denkmälern auf 600 Seiten.
Weitere Informationen zum Verein und zu seinen Veröffentlichungen und Veranstaltungen finden sich unter www.kreisheimatbund-olpe.de.


