Erfolg für Projekt „Guter Schulstart“
Einen Schulstart mit Würde, das ermöglicht das Projekt „Guter Schulstart“ Kindern aus finanziell benachteiligten Familien. In diesem Jahr haben 19 Mädchen und Jungen aus Attendorn, die sonst möglicherweise mit einem gebrauchten Tornister in der Hand eingeschult würden, einen nagelneuen Ranzen erhalten.
„Guter Schulstart“ ist ein Projekt der Freiwilligenzentrale des Diakonischen Werkes Lüdenscheid-Plettenberg. In Werdohl und Plettenberg ist es seit Jahren gut etabliert. In diesem Jahr wurde es auf Attendorn ausgeweitet. Starthilfe gaben die Dr. Kirchhoff Stiftung und die Virnich Stiftung mit ihren Spenden. Dazu kamen weitere Unterstützerinnen und Unterstützer.
Für Heike Schaefer, Leiterin der Freiwilligenzentrale, ist „Guter Schulstart“ ein Herzensprojekt. „Es trägt dazu bei, dass Kinder aus finanziell benachteiligten Familien zum Beginn ihrer Schullaufbahn ein Stück mehr Chancengleichheit erhalten.“ Kinder aus Familien mit geringen Einkommen oder aus Familien, die sich aus anderen Gründen in einer schwierigen Situation befinden, sollten zum Beginn des neuen Lebensabschnitts nicht gleich als Verlierer dastehen, bekräftigt Heike Schaefer. Und ein neuer, gut ausgestatteter Tornister, der geht richtig ins Geld. Wenn’s Qualitätsware sein soll, ist unter 250 Euro kaum was zu machen.
Wie funktioniert das Ganze? Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontaktieren die Kitas. Die Leiterinnen teilen ihnen mit, wie viele Tornister benötigt werden. Namen fallen dabei nicht. Alle Beteiligten setzen auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Mithilfe von Spenden werden die Ranzen inklusive Schreibetui und Sportbeutel angeschafft. Später werden die Schultaschen in den Kitas abgegeben und von den Erzieherinnen anonym verteilt. „Diskretion ist wichtig“, betont Heike Schaefer. „Die Mädchen und Jungen sollen nicht stigmatisiert werden.“
Seit neuestem arbeitet „Guter Schulstart“ mit der Stiftung „Kinderglück“, dem größten spendenbasierten Schulranzen-Projekt Deutschlands, und dem Hersteller tonton zusammen.
Der Hersteller mit Sitz in Holzwickede hat das 1:1-Prinzip entwickelt. Das bedeutet, für jeden gekauften tonton Schulranzen spendet das Unternehmen ein ähnliches Modell an eine ausgewählte gemeinnützige Organisation. Dein Kauf hilft damit direkt einem weiteren Kind, gut ausgestattet in die Schule zu starten.
Hinter dem Projekt „Glückskind“ stehen neben den Gründern Susanne und Bernd Krispin rund 30 engagierte Ehrenamtliche, die jedes Jahr dafür sorgen, dass tausende Schulranzen dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Die Organisation, Logistik und Ausgabe sind ein Kraftakt – getragen von Herzblut, Erfahrung und dem festen Glauben an Chancengleichheit.
„Kinder, die ständig mit ihrer eigenen Armut konfrontiert werden, entwickeln ein geringeres Selbstwertgefühl – oft mit Folgen bis ins Erwachsenenalter“, sagen die Gründer Susanne und Bernd Krispin.
Heike Schaefer erklärt dazu: „Mit dem Schulranzen-Projekt setzt die Stiftung Kinderglück deshalb ein starkes Zeichen für Respekt, Würde und einen guten Start ins Leben.“

