Freitag, 04. April 2025

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Ful­mi­nant und mit­rei­ßend

Ful­mi­nant und mit­rei­ßend – so lässt sich das Kon­zert „Still stan­ding“ des Musik­zugs der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Atten­dorn zusam­men­fas­sen, das die­ser anläss­lich des Stadt­ju­bi­lä­ums erst­mals gemein­sam mit sei­ner Cover-Rock-Band „Die Brand­stif­ter“ in der Atten­dor­ner Stadt­hal­le unter der Lei­tung von Alex­an­der Sie­ler bestritt.

Bereits der Start ließ die rund 350 Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer begrei­fen, dass es sich dies­mal nicht um ein klas­si­sches Kon­zert eines Blas­or­ches­ters han­del­te: Im Feu­er­werk der Lich­ter­show auf der Büh­ne wech­sel­ten sich Musik­zug und Band in einem Hea­vy-Metal-Med­ley ab, um mit „Cra­zy Train“ schließ­lich laut­stark gemein­sam zu enden und den Maß­stab des Abends zu set­zen. Denn tat­säch­lich blie­ben die 50 Musi­ke­rin­nen und Musi­ker mit Stü­cken wie „Jump“ und „I love Rock’n Roll“ zunächst rockig unter­wegs. Es folg­te ein Jazz-Block u. a. mit James-Bond-Klas­si­kern, bei denen nicht nur die Stim­me von Sän­ger Oli­ver Bryl­ski bei „Fee­ling good“, son­dern auch der strah­len­de Klang des Solo-Trom­pe­ters Leon Pospi­schil bei „Live and let die“ über­zeug­te. Im Mit­tel­teil luden gefühls­be­ton­te Stü­cke mit den pas­sen­den Licht­ef­fek­ten zum Träu­men ein – der „Lie­bes­block“, wie Mode­ra­tor und E‑Gitarrist Tho­mas Grün­ha­ge die­se Stü­cke lie­be­voll nann­te, wel­cher mit viel Humor und Wort­witz sou­ve­rän und unter­halt­sam durch den Abend führ­te.

An einer Stel­le wur­de es etwas erns­ter und melan­cho­li­scher. Die Vor­ständ­ler Phil­ipp Luke und Juli­an Hein­ze ver­ab­schie­de­ten mit war­men Dan­kes­wor­ten den schei­den­den Diri­gen­ten Alex­an­der Sie­ler, der im kom­men­den Febru­ar nach vier Jah­ren den Takt­stock abge­ben wird, um sei­ne Zeit fort­an stär­ker sei­ner wach­sen­den Fami­lie sowie der Jugend­ar­beit wid­men möch­te. „Dan­ke für dein Enga­ge­ment, auch in den schwe­ren Zei­ten der Pan­de­mie“, rich­te­te Hein­ze an den 35-Jäh­ri­gen, der bei der Über­ga­be eines fami­li­en­ge­rech­ten „Sur­vi­val-Pakets“ ein paar Trä­nen ver­drü­cken muss­te.

Pas­send dazu ging es mit „Final Count­down“ des Blech­blä­ser­sat­zes und der Band in den letz­ten Teil des Kon­zerts. Ins­be­son­de­re das ein­zig­ar­ti­ge Arran­ge­ment des Metal­li­ca-Klas­si­kers „Not­hing else mat­ters“ ging unter die Haut und wur­de mit reich­lich Applaus belohnt. Ohne­hin waren die Besu­che­rin­nen und Besu­cher zum Mit­ma­chen ein­ge­la­den: „Klat­schen, Schun­keln und Head-Ban­ging aller Art“, wie Grün­ha­ge aus­führ­te. Dass Her­bert Grö­ne­mey­ers „Alko­hol“ von den Brand­stif­tern und Whit­ney Hous­tons „One Moment in Time“ vom Blas­or­ches­ter als offi­zi­el­ler Abschluss nicht die letz­ten Stü­cke sein wür­den, lie­ßen die ste­hen­den Ova­tio­nen bereits erah­nen. „Sie ken­nen das Spiel“, hat­te Mode­ra­tor Grün­ha­ge bereits im Vor­feld mit einem zwin­kern­den Auge das Publi­kum auf die Zuga­ben vor­be­rei­tet. Doch der Über­ra­schungs­ef­fekt war groß, als der Diri­gent Alex­an­der Sie­ler plötz­lich selbst zum Instru­ment griff und – nach eini­gen kli­ma­tisch beding­ten Stimm­pro­ble­men – die Ein­lei­tungs­tak­te von „I will sur­vi­ve“ auf der Gei­ge spiel­te. Mit „Cha­sing cars“ und „Fei­ern im Regen“ ent­lie­ßen die Musi­ke­rin­nen und Musi­ker nach zwei Stun­den viel­fäl­ti­gen und span­nungs­rei­chen Pro­gramms die begeis­ter­ten Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer, wel­che die musi­ka­li­schen Leis­tun­gen die­ser ein­zig­ar­ti­gen Musik­show mit minu­ten­lan­gem Applaus wür­dig­ten.

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Ful­mi­nant und mit­rei­ßend – so lässt sich das Kon­zert „Still stan­ding“ des Musik­zugs der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Atten­dorn zusam­men­fas­sen, das die­ser anläss­lich des Stadt­ju­bi­lä­ums erst­mals gemein­sam mit sei­ner Cover-Rock-Band „Die Brand­stif­ter“ in der Atten­dor­ner Stadt­hal­le unter der Lei­tung von Alex­an­der Sie­ler bestritt (Foto: Musik­zug Atten­dorn)

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