Freitag, 04. April 2025

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66 ehren­amt­li­che Sprach­mitt­le­rin­nen und Sprach­mitt­ler hel­fen bei der Ver­stän­di­gung

Sprach­li­che Hür­den erschwe­ren oft eine Ver­stän­di­gung – beson­ders für Men­schen, die neu zuge­wan­dert sind. Im Kreis Olpe bie­tet der Sprach­mitt­ler­pool­des Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­trums (KI) Behör­den und Insti­tu­tio­nen die Mög­lich­keit, bei Gesprä­chen mit Neu­zu­ge­wan­der­ten Ehren­amt­li­che hin­zu­zu­zie­hen, die die Spra­che der Zuge­wan­der­ten beherr­schen. Das erleich­tert die Kom­mu­ni­ka­ti­on und ver­bes­sert für Per­so­nen mit gerin­gen Deutsch­kennt­nis­sen den Zugang zu Infor­ma­tio­nen. Dafür stellt die Lan­des­re­gie­rung Nord­rhein-West­fa­len För­der­mit­tel zur Ver­fü­gung.

In den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren ist der ehren­amt­li­che Sprach­mitt­ler-Pool des Krei­ses Olpe von 18 auf 66 Per­so­nen gewach­sen. Dol­met­scher­diens­te sind in 29 Spra­chen und ver­schie­de­nen Dia­lek­ten mög­lich. Kürz­lich tra­fen sich eini­ge Ehren­amt­li­che des Sprach­mitt­ler-Pools mit den Koor­di­na­to­rin­nen Pune Yahyaei und Danie­la Hil­chen­bach vom KI. 

In Zei­ten von Coro­na und Ukrai­ne-Krieg konn­ten die Sprach­mitt­le­rin­nen und Sprach­mitt­ler zahl­rei­chen Men­schen wert­vol­le Hil­fe leis­ten. Im Jahr 2022 hat­ten sie bis­her 450 Ein­sät­ze. Die Sprach­mitt­le­rin­nen arbei­ten ehren­amt­lich neben ihrer eige­nen Arbeit und spen­den dafür einen gro­ßen Teil ihrer Frei­zeit. Zum Ein­satz kom­men sie zum Bei­spiel bei Eltern­sprech­ta­gen, Eltern­ge­sprä­chen in Kitas und Schu­len, bei Schul­un­ter­su­chun­gen und vie­len ande­ren Anläs­sen.

Vor­aus­set­zung für die Auf­nah­me in den Pool ist u. a., dass die Sprach­mitt­le­rin­nen und Sprach­mitt­ler neben Deutsch min­des­tens eine wei­te­re Spra­che sicher beherr­schen.

Dol­met­scher-Ein­sät­ze sind vor Ort, per Tele­fon oder auch per Video mög­lich. Beauf­tragt wer­den kön­nen die Sprach­mitt­le­rin­nen und Sprach­mitt­ler über Kitas, Schu­len, Behör­den, Insti­tu­tio­nen und Wohl­fahrts­ver­bän­de im Kreis Olpe. Die­sen ent­ste­hen kei­ne Kos­ten, denn die Auf­wands­ent­schä­di­gung wird durch das Kom­mu­na­le Inte­gra­ti­ons­zen­trum aus den För­der­mit­teln des Lan­des NRW erstat­tet.

Nicht tätig wer­den dür­fen die Sprach­mitt­le­rin­nen und Sprach­mitt­ler ledig­lich bei Gesprä­chen mit Rechts­fol­gen, wie etwa bei der Poli­zei oder vor Gericht sowie bei Gesprä­chen im medi­zi­ni­schen oder the­ra­peu­ti­schen Kon­text.

Die Ehren­amt­li­chen wer­den regel­mä­ßig geschult und kön­nen an Auf­bau­se­mi­na­ren teil­neh­men. Die­ses Jahr fan­den zwei Grund­la­gen­schu­lun­gen im Online-For­mat statt. Außer­dem wur­de eine Auf­bau­schu­lung zum The­ma „Umgang mit schwie­ri­gen Situa­tio­nen“ ange­bo­ten. Grund­la­gen- sowie Auf­bau­schu­lun­gen sind auch 2023 geplant.

Anfra­gen für den Sprach­mitt­ler-Pool des Krei­ses Olpe sind auch in digi­ta­ler Form mög­lich. Das Anfra­ge­for­mu­lar, ein Feed­back-Bogen und eine Auf­lis­tung aller ver­füg­ba­ren Spra­chen sind über www.kreis-olpe.de unter dem Stich­wort „Sprach­mitt­ler“ zu fin­den.

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