Freitag, 04. April 2025

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Anne-Frank-Aus­stel­lung mit gro­ßer Reso­nanz eröff­net

Im Rah­men einer Son­der­sit­zung des Kreis­tags wur­de am Mon­tag­abend offi­zi­ell die Wan­der­aus­stel­lung „Lasst mich ich selbst sein. Anne Franks Lebens­ge­schich­te“ im Foy­er des Olper Kreis­hau­ses eröff­net. Mehr als 80 Per­so­nen nah­men an der Son­der­sit­zung teil, mit der der Kreis­tag ein deut­li­ches Zei­chen gegen Dis­kri­mi­nie­rung, Ras­sis­mus und Anti­se­mi­tis­mus setz­te. Die Aus­stel­lung ist noch bis zum 1. Dezem­ber zu den Öff­nungs­zei­ten des Kreis­hau­ses zu besu­chen.

Mit die­ser Aus­stel­lung und deren Eröff­nung in die­sem beson­de­ren Rah­men bestä­ti­gen Poli­tik und Ver­wal­tung den vom Kreis­tag gefass­ten Beschluss, in regel­mä­ßi­gen Abstän­den ein sol­ches Fanal für Mensch­lich­keit und gegen jed­we­de Form von Dis­kri­mi­nie­rung zu ent­zün­den. Alle zwei Jah­re ver­gibt der Kreis Olpe seit 2019 den Preis „Kein Platz für Ras­sis­mus und Extre­mis­mus“, um außer­ge­wöhn­li­ches Enga­ge­ment für Tole­ranz und Frie­den zu wür­di­gen. In den Jah­ren dazwi­schen sol­len beson­de­re Aktio­nen die­se Zie­le her­vor­he­ben und mani­fes­tie­ren.

Den Auf­takt die­ser Rei­he bil­det in die­sem Jahr die Anne-Frank-Aus­stel­lung, die vom Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­trum des Krei­ses Olpe orga­ni­siert wur­de. In einem Eröff­nungs­vor­trag in der öffent­li­chen Son­der­sit­zung des Kreis­tags skiz­zier­te Fran­zis­ka Göp­ner vom Anne-Frank-Zen­trum in Ber­lin ein­drück­lich das Leben von Anne Frank.

Doch was bedeu­tet die­se Geschich­te heu­te? Das bio­gra­fi­sche Ler­nen als Teil der Erin­ne­rungs­kul­tur zu pfle­gen sowie Geschich­te Kin­dern und Jugend­li­chen anschau­lich zu ver­mit­teln, die­se Zie­le ver­folgt auch die Wan­der­aus­stel­lung, die für vier Wochen im Kreis­haus Olpe zu sehen ist.

Gemein­sam mit dem Anne-Frank-Zen­trum in Ber­lin wur­den übri­gens 22 Jugend­li­che aus dem Kreis Olpe als soge­nann­te Peer-Gui­des aus­ge­bil­det, die nun Schul­klas­sen durch die Aus­stel­lung beglei­ten wer­den.

Die Gene­ral­pro­be bestan­den die Peer-Gui­des bei der Aus­stel­lungs­er­öff­nung mit Bra­vour, indem sie den Kreis­tags­mit­glie­dern und wei­te­ren Gäs­ten Rede und Ant­wort stan­den.

Um wei­te­re Zei­chen gegen Dis­kri­mi­nie­rung, Ras­sis­mus und Anti­se­mi­tis­mus zu set­zen, hat das Kom­mu­na­le Inte­gra­ti­ons­zen­trum des Krei­ses Olpe für die nächs­ten Wochen ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und vor allem auch für Jugend­li­che orga­ni­siert: Es gibt inter­es­san­te Vor­trä­ge und Kino­fil­me zu den The­men Inte­gra­ti­on, Vor­ur­tei­le und Ver­stän­di­gung.

Das wei­te­re Pro­gramm (Anmel­dung jeweils über www.kreis-olpe.de über den But­ton „Anne-Frank-Aus­stel­lung“):

  • „Argu­men­te gegen Ausch­witz­leug­ner“: Jür­gen Lan­gow­ski infor­miert über die Metho­den der „Revi­sio­nis­ten“ und erklärt, wie man Pro­pa­gan­da ent­ge­gen­tre­ten kann. Frei­tag, 11. Novem­ber, 17 Uhr, Kreis­haus Olpe
  • „Die Lebens­ge­schich­te von Han­nah Pick Gos­lar, Freun­din von Anne Frank“. Sarah Hüt­ten­be­r­end vom Ver­ein Zweit­zeu­gen berich­tet über das Leben der kürz­lich ver­stor­be­nen Zeit­zeu­gin. Mon­tag, 14. Novem­ber, 17 Uhr, Online via Zoom.
  • „Wir sind jetzt hier“ – in dem Kino­film erzäh­len sie­ben jun­ge Män­ner über das Ankom­men in Deutsch­land. Danach Gespräch mit dem Regis­seur. Mitt­woch, 16. Novem­ber, 17 Uhr, Cine­plex-Kino Olpe.
  • „Masel tov Cock­tail“ – preis­ge­krön­ter Film über jüdi­sche Iden­ti­tät in Deutsch­land heu­te. Danach Dis­kus­si­on mit dem Regis­seur. Mitt­woch, 23. Novem­ber, 17 Uhr, Cine­plex-Kino Olpe.

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