Freitag, 04. April 2025

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Geflü­gel­pest in Nach­bar­krei­sen auf­ge­tre­ten

In den Nach­bar­krei­sen Sie­gen-Witt­gen­stein und Ober­ber­gi­scher Kreis sind Fäl­le von Geflü­gel­pest – auch Vogel­grip­pe genannt – bei einem Händ­ler für Ras­se­ge­flü­gel und in einer Hob­by­hal­tung auf­ge­tre­ten. Das hat das Fried­rich-Löff­ler-Insti­tut (FLI), das Bun­des­for­schungs­in­sti­tut für Tier­ge­sund­heit, am 31. Okto­ber 2022 bestä­tigt.

In den genann­ten Krei­sen wur­den je eine 3‑Ki­lo­me­ter-Schutz­zo­ne und eine 10-Kilo­m­ter-Über­wa­chungs­zo­ne ein­ge­rich­tet – von der letzt­ge­nann­ten ist der Kreis Olpe in bei­den Fäl­len betrof­fen und hat eben­falls die­se Zonen ein­ge­rich­tet.  Alle Geflü­gel­hal­tun­gen in die­sem Bereich wer­den der­zeit ermit­telt, die epi­de­mio­lo­gi­schen Ermitt­lun­gen des Kreis­ve­te­ri­när­am­tes lau­fen. Immer­hin gibt es 134 Betrie­be mit Geflü­gel­hal­tung in den soge­nann­ten Über­wa­chungs­zo­nen (frü­her: Beob­ach­tungs­ge­biet).

In die­sen Zonen muss sämt­li­ches Geflü­gel in geschlos­se­nen Stäl­len bezie­hungs­wei­se Schutz­vor­rich­tun­gen unter­ge­bracht wer­den, so dass sie vor einem Ein­trag der Geflü­gel­pest durch Wild­vö­gel geschützt sind. Zudem haben tier­hal­ten­de Betrie­be dem Vete­ri­när­amt des Krei­ses Olpe unver­züg­lich die Anzahl der gehal­te­nen Vögel unter Anga­be ihrer Nut­zungs­art und ihres Stand­orts anzu­zei­gen. Gemel­det wer­den sol­len neben Hüh­nern, Bestän­de von Enten, Puten, Gän­sen und Wach­teln.

Um eine Aus­brei­tung der Geflü­gel­pest zu ver­hin­dern, ist es außer­dem unbe­dingt erfor­der­lich, dass die Geflü­gel­hal­ten­den dem Vete­ri­när­amt sofort mel­den, wenn im Geflü­gel­be­stand ver­mehrt kran­ke oder tote Tie­re auf­fal­len.

Wei­ter­hin sind die ein­schlä­gig emp­foh­le­nen Bio­si­cher­heits­maß­nah­men kon­se­quent ein­zu­hal­ten. Die Errich­tung einer funk­tio­nie­ren­den Bar­rie­re zwi­schen den Lebens­räu­men von wil­den Was­ser­vö­geln (z.B. Gewäs­ser oder Fel­der, auf denen sich Gän­se, Enten oder Schwä­ne sam­meln) und den Geflü­gel­hal­tun­gen ist dabei wesent­lich.

Beson­de­re Vor­sicht ist gebo­ten an gemein­sa­men genutz­ten Was­ser­flä­chen von wild­le­ben­den Was­ser­vö­geln und Nutz­ge­flü­gel. Hier­von geht ein sehr hohes Risi­ko der Virus­ein­schlep­pung aus.

Auf der Home­page-Start­sei­te des Krei­ses Olpe (www.kreis-olpe.de) fin­det man unter der Rubrik „Aktu­el­les“ und der dor­ti­gen Mel­dung „Geflü­gel­pest in Nach­bar­krei­sen auf­ge­tre­ten“:

  • die erlas­se­nen All­ge­mein­ver­fü­gun­gen des Krei­ses Olpe,
  • eine inter­ak­ti­ve Kar­te zur Ermitt­lung der eige­nen Betrof­fen­heit von einer Über­wa­chungs­zo­ne,
  • Kon­takt­da­ten des Kreis­ve­te­ri­när­amts,
  • den Mel­de­bo­gen für die Geflü­gel­hal­tun­gen.

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