Stol­ze 800 Jah­re zele­briert die alt­ehr­wür­di­ge Han­se­stadt Atten­dorn in 2022, – Da passt’s nur zu gut, dass ein Spek­ta­kel mit mit­tel­al­ter­li­chen Wur­zeln sein Come­back fei­ert. Nach der Coro­na-Pau­se kehrt am 13. und 14. August das Kin­der- und Gauk­lerfesti­val in die Stra­ßen und Gas­sen zurück. Und zwar mit furio­sem Top-Act: Jaz­z­a­no­va aus Ber­lin wol­len ihren wabern­den Gute-Lau­ne-Mix aus allen Roh­ren in die fei­ern­de Men­ge feu­ern.

Gauklerfest Attendorn 2022

Gleich am Wochen­en­de nach den Som­mer­fe­ri­en, sozu­sa­gen als „Sah­ne­häub­chen“, darf sich Süd­west­fa­len wie­der auf Live-Atmo­sphä­re freu­en. Nach zwei lan­gen Jah­ren Gauk­ler-Ent­zug kön­nen Kul­tur­fans bei vie­len span­nen­den Street-Art-Acts end­lich wie­der in den blub­bern­den Pool vol­ler Inspi­ra­ti­on ein­tau­chen. Das Fes­ti­val gilt seit jeher als Schmelz­tie­gel der Natio­nen, denn die Artis­ten kom­men aus aller Her­ren Län­der. Qua­si das süd­west­fä­li­sche Fanal für Viel­falt, künst­le­ri­sche Frei­heit und Tole­ranz. „Hei­mat gestal­ten“ lau­tet die Devi­se – eine Auf­for­de­rung, im Gesche­hen aktiv mit­zu­mi­schen und sich wohl zu füh­len. All­tags­or­te wer­den dabei zum öffent­li­chen Thea­ter.

Innen­stadt als Show­büh­ne

Eben­so wie die Initia­to­ren von Jugend­zen­trum und Kul­tur­bü­ro Atten­dorn fie­bern die Künst­ler dem spe­zi­el­len Fee­ling des Events ent­ge­gen. Denn das Gauk­ler­fest ist weit über die Regi­on hin­aus bekannt für locke­re Stim­mung, exzel­len­te Haupt­bands – oft Geheim­tipps, die spä­ter auf den ganz gro­ßen Büh­nen spie­len – und Juwe­len der Klein­kunst. Jon­gleu­re, Come­di­ans und Musi­ker ver­wan­deln Atten­dorns Innen­stadt in eine ein­zi­ge gro­ße Show­büh­ne. Schon am Sams­tag­abend bringt inter­na­tio­na­le Come­dy-Kunst das Publi­kum auf dem Alter Markt auf Tou­ren.

DJ Amir pres­ents Jaz­z­a­no­va (Live): Stra­ta Records Reim­agi­ned

Jazzanova - Gauklerfest Attendorn 2022

Bis in die tie­fe Som­mer­nacht über­nimmt dort anschlie­ßend das Ber­li­ner DJ- und Pro­du­zen­ten­kol­lek­tiv Jaz­z­a­no­va den Stage. Tanz­ba­ren Nu Jazz haben sich die Sound-Hexer auf die Fah­ne geschrie­ben – ein biss­chen Funk, einen Schuss Soul, eine Pri­se Hip­Hop, gar­niert mit Latin, Pop und House. Alles in allem ser­vie­ren Jaz­z­a­no­va Musik zum Hin­hö­ren, Ein­tau­chen und Abfei­ern, irgend­wo zwi­schen Daft Punk und Phar­rell Wil­liams. Seit Mit­te der 90-er Jah­re in der Lie­be zu alten Jazz­plat­ten ver­eint, folg­te 1997 der ers­te gemein­sa­me Song „Fedime’s Flight“ – Grund­stein für eine Kar­rie­re mit Gast­spie­len in Groß­bri­tan­ni­en, Japan und den USA. Nach Atten­dorn brin­gen sie das neue Album „STRATA Records: The Sound of Detroit – Reim­agi­ned by Jaz­z­a­no­va“ mit, das soeben auf Vinyl erschie­nen ist.

Groo­vi­ge Mar­ching-Band

Der Sonn­tag gehört tra­di­tio­nell den Kids und Fami­li­en. Der Bereich rund um den Klos­ter­platz und das Rat­haus mutiert zur rie­si­gen Spiel­wie­se mit jeder Men­ge ori­gi­nel­len Aktio­nen zum Stau­nen, Schmun­zeln und Mit­ma­chen. Dazwi­schen und über­all in der Innen­stadt prä­sen­tie­ren sich die Gauk­ler mit ihren fas­zi­nie­ren­den Kunst­stü­cken. Unter ande­rem dabei ist die knall­bun­te Mar­ching-Band „Four Shops“, die unter dem Mot­to „Gitar­re statt Knar­re“ als musi­zie­ren­de Frie­dens­en­gel den Charme der 70-er Jah­re mit groo­vi­gem Funk und Soul wie­der auf­le­ben lässt. Das gro­ße Fina­le stellt am frü­hen Abend die Ver­lei­hung des Klein­Kunst­Prei­ses dar.

Der Ein­tritt ist frei, aber ein frei­wil­li­ger Obo­lus gewünscht – für die Fort­füh­rung der Ver­an­stal­tung sowie die Kin­der- und Jugend­ar­beit in Atten­dorn.

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