Mittwoch, 02. April 2025

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Gro­ßer Ein­satz am Him­mels­berg

Gro­ßen Ein­satz zeig­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler des St.-Ursula-Gymnasiums bei der Pfle­ge des Jüdi­schen Fried­hofs in Atten­dorn.

In enger Abstim­mung mit der Fried­hofs­ver­wal­tung und dem Bau­be­triebs­hof der Han­se­stadt Atten­dorn wird der Jüdi­sche Fried­hof am Him­mels­berg seit dem Jahr 1984 all­jähr­lich im Wech­sel durch die wei­ter­füh­ren­den Schu­len aus Atten­dorn gepflegt. Die Idee für die­se Akti­on kam sei­ner­zeit von dem ehe­ma­li­gen Stadt­di­rek­tor Hans-Joa­chim Sper­ling und von Hart­mut Hosen­feld von der Initia­ti­ve „Jüdisch in Atten­dorn“.

In die­sem Jahr ist das St.-Ursula-Gymnasium an der Rei­he. Unter der Lei­tung des Leh­rers Chris­toph Schul­te fan­den eini­ge Schü­le­rin­nen und Schü­ler der AG „Erin­ne­rungs­kul­tur“ der Jahr­gangs­stu­fe Q1 den Weg zum his­to­ri­schen Jüdi­schen Fried­hof Am Him­mels­berg.

Bereits eine Woche vor­her zeig­te die­se Grup­pe gro­ßes Inter­es­se bei einer von Tom Klei­ne von der Initia­ti­ve „Jüdisch in Atten­dorn“ durch­ge­führ­ten Stadt­füh­rung „Auf den Spu­ren des frü­he­ren jüdi­schen Lebens in Atten­dorn“. Die­se Stadt­füh­rung und auch der Ein­satz auf dem Jüdi­schen Fried­hof dien­te der Grup­pe als Vor­be­rei­tung zu einer fünf­tä­gi­gen Fahrt der Gym­na­si­as­ten in das ehe­ma­li­ge Kon­zen­tra­ti­ons­la­ge Buchen­wald, die für Ende Okto­ber 2022 geplant ist.

Tom Klei­ne begrüß­te die Grup­pe und infor­mier­te zunächst über die Beson­der­hei­ten der Grab­stät­ten und der jüdi­schen Beer­di­gungs­kul­tur. Nach der Begrü­ßung stat­te­ten die Mit­ar­bei­ter des Bau­be­triebs­ho­fes der Han­se­stadt Atten­dorn Kevin dos San­tos dias Spieß und Her­mann Jabs die moti­vier­te Grup­pe mit Arbeits­hand­schu­hen, Schub­kar­ren und Werk­zeu­gen aus.

Der alte Jüdi­sche Fried­hof „Am Him­mels­berg“, auf dem 1870 die ers­te und im Jahr 1942 die letz­te Beer­di­gung statt­fand, befin­det sich mitt­ler­wei­le als Bau­denk­mal im Besitz des Lan­des­ver­ban­des der Jüdi­schen Gemein­den West­fa­len-Lip­pe mit Sitz in Dort­mund.

Heu­te sind auf dem etwa 1.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Grund­stück 33 Grab­stät­ten erhal­ten, in denen 36 Per­so­nen bestat­tet sind. Der Jüdi­sche Fried­hof ist öffent­lich zugäng­lich und kann im Rah­men der Stadt­füh­rung „Auf den Spu­ren des frü­he­ren jüdi­schen Lebens in Atten­dorn“ besich­tigt wer­den. Infos und Anmel­dun­gen neh­men Hart­mut Hosen­feld, Tel. 02722/7123, und Tom Klei­ne, Tel. 0171/1198273, E‑Mail info@juedisch-in-attendorn.org, ent­ge­gen.

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