Freitag, 04. April 2025

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Bus Brü­cke setzt auf nach­hal­ti­ges Kon­zept

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„Im ers­ten Schritt wur­den vie­le Men­schen ins Sau­er­land geholt. Jetzt gilt es, sie hier vor Ort nicht allei­ne zu las­sen, sie zu betreu­en und zu unter­stüt­zen in ein neu­es Leben zu fin­den.“


Stel­len Sie sich vor, Sie sind 2.600 Kilo­me­ter von ihrem Zuhau­se ent­fernt. Alles ist neu, eine ande­re Umge­bung, eine frem­de Spra­che. Eine Opti­on schnell wie­der nach Hau­se zu kom­men? Unge­wiss.


Die gemein­nüt­zi­ge Initia­ti­ve „Bus Brü­cke“ baut der­zeit ein Netz­werk auf, um den Fami­li­en aus der Ukrai­ne, die sie bis­her ins Sau­er­land geholt haben, die Ein­ge­wöh­nung in der neu­en Umge­bung zu erleich­tern. Vie­le hel­fen­de Hän­de haben in den ver­gan­ge­nen Wochen bereits ange­packt – Trans­por­te von Polen ins Sau­er­land wur­den durch­ge­führt, Unter­künf­te und Gast­fa­mi­li­en orga­ni­siert und nun gilt es wei­te­re Hilfs­an­ge­bo­te für die Geflüch­te­ten auf­zu­bau­en. „Man kann sich das wie eine Nach­bar­schafts­hil­fe vor­stel­len. Jede Fami­lie soll ein pri­va­tes Netz­werk von Paten bekom­men, das sie unter­stützt“, sagt Albrecht Brod­hun von der Initia­ti­ve „Bus Brü­cke“. Um die­ses Netz­werk zu eta­blie­ren, sucht die „Bus Brü­cke“ der­zeit Frei­wil­li­ge, die sie unter­stüt­zen möch­ten.


Eine Fahrt zum Amt, zum Arzt oder Unter­stüt­zung bei Ein­käu­fen; da hel­fen, wo die geflüch­te­ten Fami­li­en der­zeit noch Unter­stüt­zung benö­ti­gen. „Wem eine gan­ze Paten­schaft zu viel ist, der kann sich auch auf das Anbie­ten von Fahr­diens­ten beschrän­ken. Ver­ein­zelt wer­den auch Hel­fer für Umzü­ge benö­tigt“, erklärt Albrecht Brod­hun. „Dank der groß­zü­gi­gen Unter­stüt­zung des Heg­ge­ner Rei­se­diens­tes Schul­te steht der „Bus Brü­cke“ jetzt auch ein Klein­bus für Fahr­ten in der Regi­on kos­ten­frei zur Ver­fü­gung.“


Die Frei­wil­li­gen soll­ten aus Plet­ten­berg, Wer­dohl oder Her­scheid kom­men bezie­hungs­wei­se aus Atten­dorn und Umge­bung. Ukrai­nisch zu spre­chen ist nicht nötig. Ledig­lich Enga­ge­ment und ein wenig Zeit sind nötig. Inter­es­sier­te kön­nen sich per E‑Mail an busbruecke@akzente.org wen­den oder tele­fo­nisch an Vivi­en Kös­ter unter 0171–1688734.


„Bus Brü­cke“ bedankt sich für unter­stüt­zen­de Aktio­nen


Nach wie vor sind Men­schen aus der Ukrai­ne auf der Flucht und benö­ti­gen Hil­fe. „Vie­le Ukrai­ner, die der­zeit noch in der West­ukrai­ne sind, haben ange­kün­digt, dass sie nach Polen oder Deutsch­land flüch­ten möch­ten. Sie sit­zen aber erst ein­mal noch auf gepack­ten Kof­fern, weil sie zunächst abwar­ten möch­ten, wie sich die Lage ent­wi­ckelt. Sie möch­ten mög­lichst nah bei ihrem Zuhau­se blei­ben, weil sie hof­fen, schnell wie­der dort­hin zurück­keh­ren zu kön­nen“, sagt Flo­ri­an König, Initia­tor der „Bus Brü­cke“. Daher wer­den der­zeit nur ver­ein­zelt Geflüch­te­te von der Initia­ti­ve ins Sau­er­land geholt. Und es gilt wei­ter­hin: Vor­aus­set­zung ist, dass eine Unter­kunft hier im Sau­er­land zur Ver­fü­gung steht.


So wur­de zum Bei­spiel am Sonn­tag eine Fami­lie, die mit dem Flücht­lings­bus nach Dort­mund gekom­men war, nach Plet­ten­berg geholt und am Mitt­woch eine wei­te­re 5‑köpfige Fami­lie nach Atten­dorn. „Wir konn­ten die Fami­lie in einer Woh­nung unter­brin­gen. Aller­dings fehl­ten dort noch Bett­de­cken. Das ist ein gutes Bei­spiel, an wel­cher Stel­le das Paten-Netz­werk nun tätig wird. Denn die Fami­lie kann noch nicht ein­fach los­fah­ren und selbst Decken kau­fen“, schil­dert Vivi­en Kös­ter. Nach erfolg­rei­chen Abhol-Aktio­nen aus Polen in das Sau­er­land gilt es nun, die Geflüch­te­ten nicht allei­ne zu las­sen, sie zu betreu­en und zu unter­stüt­zen in ein neu­es Leben zu fin­den.


In der ver­gan­ge­nen Woche fan­den meh­re­re Aktio­nen statt, um die „Bus Brü­cke“ zu unter­stüt­zen. So orga­ni­sier­ten die Bands Finest Fathers, Ser­vants Quar­ters und Bron­ko­beat ein gemein­sa­mes Spen­den­kon­zert in Plet­ten­berg für die Ukrai­ne. Der Erlös aus dem Ein­tritt kam in vol­ler Höhe der „Bus Brü­cke“ zugu­te. Und die Kita Juni­or aus Plet­ten­berg-Ohle sam­mel­te eben­falls mit einem Kuchen­ba­sar Spen­den für die gemein­nüt­zi­ge Initia­ti­ve. Für die tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung und die Spen­den bedankt sich die „Bus Brü­cke“ ganz herz­lich.

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Die „Bus Brü­cke“ ist eine gemein­nüt­zi­ge Initia­ti­ve, die von dem Plet­ten­ber­ger Unter­neh­men Event-Manu­fak­tur (DEM) unter dem Dach des pran­ge akzen­te e.V. gegrün­det wur­de, um ukrai­ni­schen Geflüch­te­ten zu hel­fen. Inspi­riert durch die Com­mu­ni­ty Wil­li & Söh­ne ent­stand der Name „Bus Brü­cke“, um sym­bo­lisch eine Hilfs­brü­cke zwi­schen der Ukrai­ne und dem Sau­er­land zu bau­en. Die „Bus Brü­cke“ orga­ni­siert Abho­lun­gen der geflo­he­nen Men­schen aus Polen nach Deutsch­land und ver­mit­telt pri­va­te Unter­künf­te für sie nach ihrer Ankunft im Sau­er­land. Unter­stützt wird die Initia­ti­ve durch Spen­den.

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