1988 – 1997

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Schmuckscheibe 1988

Gestiftet von: Alfons Stumpf
Erworben von: Eugen Fecker

Alfons Stumpf ließ von Erich Johannes eine Marktszene vor dem alten Rathaus -Alter Markt-herstellen. Bezugspunkt: Alfons Stumpf war zur Zeit seiner Königswürde Mitglied des Stadtrates von Attendorn.
Das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert, in welchem heute das Südsauerlandmuseum unter- gebracht ist, wurde in den Jahren 1961-1967 restauriert und in seiner mittelalterlichen Erscheinungsform wieder hergerichtet. Es wird angenommen, dass die offene Halle im Erdgeschoss dem Verkauf von Waren diente. Der Raum dahinter war Eichkammer zur Aufbewahrung der Messgeräte, die bei der Abhaltung des Marktes benötigt wurden. Später diente er auch als Gefängnisraum. Das Obergeschoss war für Ratssitzungen, Gerichts- verhandlungen, sowie für öffentliche und private Feierlichkeiten bestimmt.

Schmuckscheine 1989

Gestiftet von: Eugen Fecker
Erworben von: Rudolf Pompe

Eugen Fecker wählte ein Motiv, das vielen älteren Attendornern noch gut in Erinnerung ist, die alte Schützenhalle an der Schützenstraße. Sie wurde 1863 gebaut und 1968 abgerissen. Heute befindet sich an diesem Platz das Attendorner Feuerwehr- museum und das Feuerwehrgerätehaus.

Auch diese Arbeit stammt von Erich Johannes.

Schuckscheine 1990

Gestiftet von: Rudolf Pompe
Erworben von: Heinz Reuber

Zum ersten Mal haben wir hier ein Holzrelief vor uns, welches von Erich Johannes angefertigt wurde. Es zeigt das Wappen der Tischler (Rudolf Pompe ist Tischlermeister), Attendorner Stadtwappen sowie den Kaiseradler, den 1910 Kaiser Wilhelm per Orden an die Attendorner Schützengesellschaft vergeben hat.

Schmuckscheibe 1991

Gestiftet von: Heinz Reuber
Erworben von: Walter Viegener

Erich Johannes fertigte die Scheibe in Mischtechnik Acryl/Öl auf Holz an. Der Bieketurm, vom Feuerteich aus gesehen, dient heute als Zeughaus der Schützengesellschaft. Heinz Reuber wählte das Motiv anlässlich der Fertigstellung der Turmsanierung durch die Königskompanie.
Im Hintergrund links die ev. Erlöserkirche
Der Bieketurm ist eines der letzten Überbleibsel der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Als Erzbischof Engelbert von Köln im Jahre 1222 Attendorn die Stadtrechte verlieh, ließ er die Ortschaft gleichzeitig mit Mauern, Türmen und Stadttoren umgeben. Es existierten vier Tore und 12 Türme.
Die Evangelische Kirche -Erlöserkirche- wurde 1914 im Jugendstil am Klosterplatz erbaut. Erst 1849 gründete man in Attendorn eine evangelische Gemeinde. Anlass war die Stationierung eines Landwehrbataillon.

Schmuckscheibe 1992

Gestiftet von: Walter Viegener
Erworben von: Horst Wörenkämper

Auch der Fabrikant Walter Viegener beauftragte Klaus Ortmann (Mischtechnik Acryl/Öl auf Holz) für das Motiv Pfarrkirche, Brunnen Alter Markt, Wappen der Fam. Viegener und Rose.

Der Brunnen, gestiftet von Heinrich Viegener, Großvater des Scheibenkönigs, mit Bronze-Segeln als Symbol für Hansekogge, Hansestadt und Kaufmannschaft.
Das Wappen, mit Rad als Zeichen für die Industrie, Weberschiffchen für das mittelalterliche Handwerk als Vorläufer der Industrie, Harnisch als Zeichen der Wehrhaftigkeit der Familie im Verein mit den Attendorner Schützen und ihrer Wehr- anlagen. Die Rose ist eine im Mittelalter übliche Bezeichnung für ein Gasthaus. Im Wassertor galt „In der Rose“ als Stammhaus der Familie Viegener von Mitte bis Ende des 18. Jahrhunderts. Daher auch der Beiname „Rosen Viegeners“ auch „Rosen Witte“.

Schmuckscheibe 1993

Gestiftet von: Horst Wörenkämper
Erworben von: Michael Louwen

Stadtansicht um 1600, Klaus Ortmann, Acryl/Öl auf Holz.
Im Jahre 1993 legte die Schützengesellschaft nach einem wissenschaftlichen Vortrag von Landes-archivdirektor Dr. Alfred Bruns aus Münster das Gründungsdatum auf das Jahr 1222 fest. Dies war für Horst Wörenkämper der Anlass, diese Ansicht der Stadt mit Wehranlage aus dem Altarbild St. Genitatis von 1650 anfertigen zu lassen.

Schmuckscheibe 1994

Gestiftet von: Michael Louwen
Erworben von: Karl-Heinz Beul

Anlass für die Motivwahl war das erstmalige Aufstellen eines Schützenbaumes auf dem Feuerteich zum Schützenfest 1994 mit der Nach- bildung einer Schützenfigur. Die Originale befanden sich auf dem Steigerturm (diente zum Trockner der Feuerwehrschläuche) und stammen von der Burg Schnellenberg, wo sie als Dachreiter eingesetzt waren.
Michael Louwen, aktiver Feuerwehrmann, beauf- tragte Erich Johannes mit der Herstellung der Scheibe (wieder Öl auf Holz).
1957 befand sich vor dem Bieketurm links das alte Feuerwehrhaus am Feuerteich.

Schmuckscheibe 1995

Gestiftet von: Karl-Heinz Beul
Erworben von: Reinhard Sangermann

Im Holzrelief, von Erich Johannes geschnitzt, symbolisiert das Eichenlaub die Jagdleidenschaft der Familie Beul. Die Schießscheibe soll die Bindung zur Stadt- und Schützengeschichte dokumentieren.
Da Karl-Heinz Beul 2. Zunftrichter in der St. Agatha Zunft ist, durfte eine Abbildung der Schutzpatronin nicht fehlen. Das Attendorner Stadtwappen und das der Familie Beul
vervollständigen diese Scheibe.

Schmuckscheibe 1996

Gestiftet von: Reinhard Sangermann
Erworben von: Thomas Frey

Darstellung der brennenden Burg Schnellenberg und St. Florian, Schutzpatron der Feuerwehr, gemalt in Öl auf Holz von Erich Johannes.
Reinhard Sangermann ist seit 1973 Mitglied der freiw. Feuerwehr Attendorn und wählte daher in Erinnerung an den Brand der Burg am 2. September 1889 dieses Motiv

Schmuckscheibe 1997

Gestiftet von: Thomas Frey
Erworben von: Harald Krönig

Hier gestaltete Erich Johannes (Öl auf Holz) eine Darstellung des „Schüldernhof“ vor dem zweiten Weltkrieg. „Ursprung allen Attendorner Lebens“ bedeutet, das hier die erste Ansiedlung von Attendorn war. Im Hintergrund die Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Das Haus hinten links ist das Stammhaus der Familie Frey, welches 1913 durch den Urgroßvater Theodor Frey erworben wurde (vorher Konvikt).