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Andreas Sprenger tritt nach 42 Dienstjahren in den Ruhestand

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Bis zum Fachbereichsleiter führte Andreas Sprenger die Karriere in der Kreisverwaltung Olpe. Zudem übernahm der Grevenbrücker zahlreiche Sonderaufgaben und die Leitung der Kreiswerke Olpe. Foto: Kreis Olpe

Nach 42 Jahren Dienstjahren in der Kreisverwaltung Olpe schließt Andreas Sprenger am Freitag, 29. Juli, zum letzten Mal seine Bürotür hinter sich zu. Der heute 64-jährige Grevenbrücker kletterte in der Hierarchie im Kreishaus kontinuierlich nach oben und leitet bis zu seinem offiziellen Ausscheiden am 31. Juli den Fachbereich 4 Bauen, Wohnen, ÖPNV. Ferner ist er Betriebsleiter der Kreiswerke Olpe und hat die Leitung des Krisenstabs im Katastrophenschutz inne.

Bei der offiziellen Verabschiedung im Olper Kreistag betonte Landrat Theo Melcher: „Nach fast 42 Jahren endet am 31. Juli eine beeindruckende Laufbahn mit ebenso eindrucksvoller Leistungsbilanz. Ich habe Andreas Sprenger jederzeit als verlässlichen, loyalen und stets ergebnisorientierten Kollegen erlebt.“
„Ich gehe mit einem guten Gefühl, das Feld ist gut bestellt“, sagt unterdessen Andreas Sprenger. Der Erfolg eines jedes Projekts, fügt der Leitende Kreisverwaltungsdirektor hinzu, hänge von einem gut funktionierenden Team ab. „Die Führungspositionen sind nur ein Teil des Getriebes. Niemand ist perfekt, deshalb braucht man Leute, die sagen, wenn was falsch läuft.“

Nach dem Abitur 1978 am Gymnasium der Stadt Lennestadt verpflichtete sich Andreas Sprenger zwei Jahre als Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Danach arbeitete er ein Jahr im Tiefbau. „Hier habe ich gelernt, was Maloche bedeutet und wie Malocher ticken“, so Sprenger. „Solch eine Erfahrung ist ganz wichtig für Führungspositionen. Ich kann diese Erfahrung nur jedem empfehlen.“

Von 1981 bis 1984 absolvierte Sprenger ein Duales Studium für den gehobenen Verwaltungsdienst an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Hagen und schloss dieses als Diplom-Verwaltungswirt ab. Nebenberuflich studierte er in Hagen von 1987 bis 1990 an der Verwaltungsakademie für Westfalen mit dem Abschluss Verwaltungsbetriebswirt.

In der Kreisverwaltung arbeitete Sprenger im Schulverwaltungsamt (1984 bis 1989), im Hauptamt (1989 bis 1993) sowie als Sachgebietsleiter Organisation im Umweltamt (1993 bis 1997). 1997 wurde er Fachdienstleiter im Umweltamt und 2003 Fachbereichsleiter Umwelt und Ordnung. Von 2012 bis heute leitet Andreas Sprenger den Fachbereich Bauen, Wohnen und ÖPNV.

Der Leitende Kreisverwaltungsdirektor bekleidete einhergehend weitere Funktionen: als stellv. Leiter des Krisenstabs im Katastrophenschutz (2003 bis 2020) und seit 2020 als Leiter dieses Krisenstabs.

Andreas Sprenger: „Mein Leitmotto war immer: ,Wie kriegen wir es hin‘ statt ,Warum geht es nicht‘.“ Auch deshalb übernahm der Grevenbrücker zusätzlich zu seinen eigentlichen Zuständigkeiten weitere Sonderaufgaben – unter anderem bei der Unterbringung der Flüchtlinge 2015/16, als Leiter des Impfzentrums des Kreises Olpe sowie aktuell in der koordinierenden Hilfe für die Ukraine-Flüchtlinge.

In seinem beruflichen Ruhestand will sich der in Grevenbrück aufgewachsene und verwurzelte 64-Jährige seiner Familie, der Vereinsarbeit sowie weiteren Hobbys widmen.

Der Kreistag hat einstimmig beschlossen, dass Benedikt Hilchenbach zum 1. August neuer Betriebsleiter der Kreiswerke und Sebastian Kühlmann stellv. Betriebsleiter wird. „Auch darauf bin ich stolz“, erklärt Andreas Sprenger und freut sich, dass die vom Kreistag gewählte künftige Leitung unter seiner Ägide lernte.

Die Leitung des Fachbereichs 4 wird nicht neu besetzt. Die Fachbereiche Bauen und Wohnen werden dem Fachbereich 2 Umwelt und Ordnung zugefügt, der von Kreisdirektor Philipp Scharfenbaum geleitet wird. Der Bereich ÖPNV wechselt zum Stabsbereich 1 Kreisentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit unter Leitung von Andrea Kramer-Pabst.

Mit einer „Abschlussbesprechung“ im Kreishaus verabschiedet sich Sprenger am 29. Juli von seinen Kolleginnen und Kollegen.

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