Dass die beiden christlichen Kirchengemeinden in der Hansestadt den Nerv ihrer Gläubigen genau getroffen hatten, bewies der große Zuspruch zum ersten ökumenischen Weihnachtsgottesdienst am Heiligen Abend 2021. Rund 350 Attendorner waren erschienen, um auf dem Rathausvorplatz unter den aktuellen Corona-Regeln den Gottesdienst unter freiem Himmel zu feiern.

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Dechant Andreas Neuser (links) und Prädikant Wolfgang Dröpper feierten den ersten ökumenischen Weihnachtsgottesdienst unter freiem Himmel

Zwar wies Dechant Andreas Neuser von der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist daraufhin, das man zwar unter freiem Himmel den Gottesdienst feiere, aber der größte Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stünden trotzdem in einer Kirche, nämlich der alten Franziskaner-Klosterkirche, deren Grundriss ja im Pflaster zu erkennen sei.

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Ein Bläser-Quintett der Freiwilligen Feuerwehr begleitete den Gottesdienst musikalisch

Begleitet von einem Bläser-Quintett des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Attendorns erklangen inmitten der Stadt die bekannten Weihnachtslieder, bevor der Vorsitzende des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Attendorn-Lennestadt, Prädikant Wolfgang Dröpper, in seiner kurzen Ansprache auf das Wunder der Weihnacht hinwies. Jesus sei auf die Welt gekommen, damit er alles Ungenügende, Zerbrochene und Böse heilen und verwandeln wolle.

Man brauche nichts Besonders zu können und man müsse nichts leisten, damit Gott einen liebe. Er liebe einen so, wie er oder sie sei, mit allen Ecken und Kanten. Auch wenn man sich nutzlos fühle, wenn man keinen Sinn sehe hinter dem, was man tue, oder wenn die Dinge total schief liefen, dann habe Gott immer noch die Fäden in der Hand und könne aus allem etwas Gutes machen.

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Rund 350 Besucherinnen und Besucher feierten den ersten ökumenischen Weihnachtsgottesdienst auf dem Rathausvorplatz

Fotos. Karl-Hermann Ernst

Dechant Neuser bekräftigte dies Aussagen noch einmal im Fürbittengebet: „Mensch gewordener Gott, Frieden, Recht und Gerechtigkeit hast du versprochen. Wir danken dir, dass du dich auf unsere Welt eingelassen hast. Das macht Mut und gibt uns Hoffnung und Zuversicht.“

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