Nachdem Ende Dezember die Impfungen gegen Covid 19 begonnen haben, sind die Bewohner und das Personal der Senioreneinrichtungen im Kreis Olpe inzwischen einmal geimpft worden. Der erste Impfdurchgang, der nach Maßgabe der Impfverordnung des Bundes in den stationären Pflegeeinrichtungen erfolgte, stieß auf positive Resonanz: 91 Prozent der Bewohner und 82 Prozent des Pflegepersonals machten von dem Impfangebot Gebrauch. Der zweite Impfdurchgang in den Heimen beginnt in Kürze und soll Anfang Februar beendet sein.

Nach den Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung, die die Impfungen organisiert und durchführt, sind damit bis heute über 2500 Personen geimpft worden –  das sind 19 geimpfte Personen je 1000 Einwohner (zum Vergleich: das RKI meldet mit Stand 7. Januar für Nordrhein-Westfalen im Mittel 4,4 geimpfte Personen je 1000 Einwohner).

Neben den Pflegeheimbewohnern wurden auch einige Personen geimpft, die auf einer Nachrückerliste stehen, die bereits vor Impfbeginn vorsorglich vom Krisenstab festgelegt wurde. Auf dieser Liste stehen Personen, die der ersten Impfgruppe mit höchster Priorität angehören. Dazu zählen beispielsweise medizinisches Personal, der Rettungsdienst und ebenfalls Helfer der Hilfsorganisationen, soweit sie für den Einsatz in der Covid-Bekämpfung vorgesehen sind.

Die Nachrücker werden bei Impfstoffüberhängen jeweils kurzfristig benachrichtigt und müssen schnellstmöglich den Ort der laufenden Impfung erreichen, bevor der Impfstoff verfällt. Ziel ist es, trotz der physikalischen Empfindlichkeit und der fehlenden Transportfähigkeit des Impfstoffes, auf keinen Fall Impfdosen vernichten zu müssen. Impfstoffüberhänge entstehen insbesondere dadurch, dass mehr als nur fünf Einzeldosen aus dem gelieferten Konzentrat hergestellt werden können.

In diesem Zusammenhang hat es eine Pressemeldung der Katholischen Hospitalgesellschaft gegeben, in der Kritik an der Vorgehensweise des Krisenstabes geübt wird, weil auf der Nachrückerliste Krankenhauspersonal nicht berücksichtigt wurde. Dazu stellt Andreas Sprenger, Leiter des Krisenstabes beim Kreis Olpe, fest: „Unsere flexible Vorgehensweise entspricht vollumfänglich den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums bei Impfstoffüberhang. Für die Impfungen des medizinischen Personals in den Krankenhäusern gibt es eigene Vorgaben der Landesregierung, so dass der Krisenstab das dortige Personal nicht auf den Nachrückerlisten berücksichtigt hat.“

Die Impfungen in den Krankenhäusern sollen nach den Vorgaben des  Gesundheitsministeriums am 18. Januar beginnen. Sie werden direkt vom Land mit Impfstoff beliefert und führen die Impfungen für das Personal in Covid-intensiven Bereichen eigenverantwortlich durch. Danach soll ab Februar die Altersgruppe der über 80jährigen im Impfzentrum geimpft werden. Die Impfberechtigten sollen dazu demnächst persönlich angeschrieben werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist aber weiterhin noch keine Vereinbarung von Impfterminen möglich.

Personal in ambulanten Pflegediensten und besonderen medizinischen Bereichen soll folgen.

Personen in häuslicher Pflege sollen dann geimpft werden, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht, der leichter transportiert werden kann.

Hinsichtlich des künftig zur Verfügung stehenden Impfstoffs ist nach jetzigem Stand bekannt, dass das Land NRW wöchentlich 141.000 Impfdosen erhält, wovon automatisch die Hälfte für den jeweils 2. Impftermin zurückgehalten wird. Die Verteilung auf die Kreise und kreisfreien Städte erfolgt nach einem Verteilschlüssel des Landes. Die konkreten Zahlen, die der Kreis Olpe ab Februar erhält, sind noch nicht bekannt.

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