Die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari nahm die Parlamentarische Sommerpause zum Anlass, um die in Attendorn ansässige Helios Klinik zu besuchen. „Mir ist der persönliche Kontakt zu Menschen und Institutionen sehr wichtig. Denn nur, wenn wir die Probleme an der Quelle erfahren, können wir auch im Deutschen Bundestag entsprechende Konzepte erarbeiten, um die tatsächlichen Herausforderungen in der Praxis zu lösen,“ so die heimische Abgeordnete.

Im Gespräch mit Dr. Volker Seifarth, dem Klinikgeschäftsführer des Krankenhauses, wurden die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Klinikum besprochen. Obwohl Betten und Intensivplätze staatlich vorgegeben freigehalten werden und sich Eingriffe und Operationen über viele Wochen auf Notfallbehandlungen reduzierten, hat die Helios Klinik Attendorn weder Kurzarbeit noch einen Einstellungsstopp vornehmen müssen. Im Gegenteil: Aktuell absolvieren 30 Nachwuchskräfte ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft in verschiedenen Abteilungen. Auch habe man alles Erdenkliche getan, um die Hygiene- und Besuchsregeln sowie Arbeitsschutzmaßnahmen wegen Corona der dynamischen Situation entsprechend anzupassen. Auf die Frage der Bundestagsabgeordneten, ob die Einrichtung mit den Maßnahmen der Bundesregierung zufrieden ist, antwortete Dr. Seifarth: „Es war für alle Seiten eine Herausforderung, in der heißen Phase der Pandemie die erforderliche Schutzausrüstung an den internationalen Märkten zu finden und einzukaufen. Ohne unsere zentrale Helios Task Force wäre das so nicht möglich gewesen.“ Jedoch sei er mit der Gesamtheit der Maßnahmen der Regierung zufrieden. Auf das Pflegestärkungsgesetz angesprochen, entgegnete Dr. Seifarth, dass die gesetzlichen Regelungen Erleichterungen in der Finanzierung brächten. Mögliche Auswirkungen des Pflegestärkungsgesetzes auf die Entwicklung des Gesundheitswesens ließen sich heute noch nicht abschließend bewerten.

Der Ratsherr Walter Sinzig hob im Namen der Attendorner SPD-Fraktion hervor, dass die Stadt Attendorn stolz auf ihr Krankenhaus sei. Nezahat Baradari (MdB) betonte abschließend: „Als Kinder und Jugendärztin habe ich eine besondere Sensibilität, wenn es um medizinische Fragen geht. Für Bürgerinnen und Bürger ist die medizinische Basisversorgung vor Ort sehr wichtig und Krankenhausschließungen sollten die ultima ratio sein.“ Als Attendornerin habe sie ein besonderes Interesse daran, sich weiterhin dafür einzusetzen, damit das Krankenhaus als starker Standortfaktor erhalten bleibt.

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