Mit seiner „Musik im Café“ im Café Harnischmacher traf der Kulturring erneut den Nerv des Publikums aus Attendorn und Umgebung.

Zweimal sehr schnell ausverkauft – so groß war wieder das Interesse an dem Programm des Gitarristen Thomas Hofer, der in diesem Jahr zusammen mit seinem Kollegen an der hiesigen Musikschule, dem Schlagzeuger Christian Hoffe musizierte.

Gefiel den Besuchern sicherlich auch schon die ungewöhnliche Kombination der Instrumente Gitarre und Percussion an sich, so waren es doch im Wesentlichen die beiden tollen Künstler, die durch ihre deutlich sichtbare, große Freude am gemeinsamen Musizieren und ihre sympathisch lockere Art der Kommunikation sämtliche Zuhörer unmittelbar in ihren Bann zogen. Dabei erschienen die Beherrschung schwieriger technischer Finessen und die hohe Virtuosität, mit der die unterschiedlichsten Genres der Musikliteratur gestaltet wurden, wie selbstverständlich und wirkten gerade aus diesem Grund faszinierend.

Werke des brasilianischen Komponisten Pernambuco eröffneten den Reigen lateinamerikanischer Musikstücke, an den sich der Welthit „Strangers in the Night“ in einer Bearbeitung für Gitarre und Schlagzeug anschloss. Fantastisch und stimmungsvoll auch die Jazz-Standards „All of Me“ sowie der auf dem Xylophon gespielte Klassiker „Autumn leaves“.

In ein Wechselbad der Gefühle tauchten die Zuhörer im 2. Teil des Programms. Ausgehend von den wechselnden Stimmungen der irischen Melodien, die rhythmisch perfekt durch die Handtrommel unterlegt wurden, gab es bekannte Beispiele aus der Popularmusik, hervorragend interpretiert von Thomas Hofer und Christian Hoffe – insbesondere „Every breath you take“ von Sting. Zu einem absoluten Highlight wurde das Drum Solo von Christian Hoffe, der sein Publikum förmlich von den Stühlen riss und dieses zum Schluss durch rhythmisches Klatschen in seine Performance einbezog. Dieselbe Begeisterung schlug dem Gitarristen Thomas Hofer nach dem auswendig vorgetragenen „Asturias“ von Isaac Albéniz entgegen. Die „Erinnerungen von Zirkus Renz“ boten schließlich einen sehr wirkungsvollen Abschluss des überaus gelungenen Konzertnachmittags im Café.

Nicht enden wollender Applaus war die Belohnung für diese wunderbaren Musiker, die sich ihrerseits mit drei Zugaben beim Publikum bedankten, darunter Reinhard Meys „Über den Wolken“.

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