Von ihrer letzten Gedenkstättenfahrt nach Polen brachten die Schülerinnen und Schüler der AG Erinnerungskultur am St.-Ursula-Gymnasium eine interessante Anregung mit. Während des Besuchs im Jüdischen Zentrum des heutigen Oswiecim (das frühere Auschwitz) entdeckten sie im angeschlossenen Buchladen zahlreiche Artikel mit der Aufschrift „CoeXisT“. Erst bei genauerem Hinsehen war zu erkennen, dass das „C“ einem islamischen Halbmond ähnelt, das „X“ an den jüdischen Davidstern erinnert und das „T“ dem christlichen Kreuz-Symbol nachempfunden ist.

Die Erfahrung, dass gerade an diesem vielleicht schrecklichsten Ort der Weltgeschichte die Forderung nach Respekt und friedlichem Zusammenleben der Menschen auf diese Weise wachgehalten wird, brachte die Schüler auf die Idee, die CoeXist-Artikel auch in Attendorn zu verkaufen und damit den Versöhnungsgedanken von Auschwitz weiterzutragen. Mit dem Erlös wird das Jüdische Zentrum in Oswiecim unterstützt, das sich der Bildungsarbeit vor allem mit Jugendlichen und generell der Aussöhnung zwischen den Religionen verschrieben hat.

Gelegenheit zum Erwerb der Artikel, die sich übrigens auch als aussagekräftige Weihnachtsgeschenke eignen, besteht erstmalig am 14. November während der Veranstaltung der AG Erinnerungskultur zum Gedenken an die Reichspogromnacht des Jahres 1938.

Die musikalisch-literarische Lesung beginnt um 19 Uhr. Karten (kostenlos) sind über das Sekretariat erhältlich; Tel. 02722 92580, E-Mail: gymnasium@st-ursula-attendorn.de 

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