Zum zweiten Mal wird der internationale „World Restart a Heart Day“ (Tag der Wiederbelebung) zum Anlass genommen, eine aktive Schulung in der Technik der Wiederbelebung von Menschen anzubieten, die durch einen plötzlichen Herzstillstand in Lebensgefahr geraten. Im Zuge des „World Restart a Heart Day 2019“ bietet das Krankenhaus in Attendorn allen Interessierten die Möglichkeit, die Herzdruckmassage zu lernen und einen Rettungswagen zu besichtigen. Den Rettungswagen stellt das Deutsche Rote Kreuz und der Rettungsdienst Attendorn   zur Verfügung und die Mitarbeiter werden die Ausstattung im Innenraum erläutern. Das kostenfreie Reanimationstraining findet am Mittwoch, den 16. Oktober von 16:00-18:00 Uhr im Foyer der Helios Klinik Attendorn statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Wir zeigen an der Reanimationspuppe, wie genau die Herzdruckmassage durchgeführt wird. Wer mitmacht, bekommt sehr schnell ein Gefühl für den notwendigen Kräfteeinsatz und die Druckfrequenz“, sagt Dr. Stephan Doldi, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin. Er und Dr. Uwe Stracke, Leitender Oberarzt Anästhesie und Notfallmedizin, leiten das Training. Um das Wiederbeleben von Kindern zu üben, welches eine leicht andere Technik erfordert, wird es eine Kinderreanimationspuppe geben.

Die Zahlen sind alarmierend: In Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 80.000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand. Ist in dieser Notsituation jemand vor Ort, der innerhalb der ersten fünf Minuten mit einer Herzdruckmassage beginnt, um den Blutkreislauf aufrecht zu erhalten, steigen die Überlebenschancen des Betroffenen. Doch aus Angst, etwas falsch zu machen, zögern viele: Nur etwa jeder sechste Ersthelfer beginnt mit einer sofortigen Wiederbelebung. „Bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde. Deshalb sollte möglichst jeder in der Lage sein, in dieser Notsituation als Ersthelfer eine Herzdruckmassage durchzuführen. Die richtige Hilfe ist schnell gelernt“, meint Kerstin Grube, Geschäftsführerin der Helios Klinik Attendorn.  

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