Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil begrüßte einmal mehr internationalen Besuch im Rathaus. Zu Gast in der Hansestadt waren die Eheleute Alfred und Carolyne Nyerere aus Kenia.

Alfred Nyerre ist der Schulleiter der Hupendo-School aus Kangemi, einem Slum von Nairobi. Diese Schule wird seit einigen Jahren durch einige Attendorner unterstützt. Allen voran durch das Ehepaar Fritz und Karin Nicolay.

Diese konnten sich im Jahr 2002 ein eindrucksvolles Bild vom Zustand der Schule machen, als ein Kenianer am Tor des von ihnen betreuten Gästehauses anklopfte und um Hilfe bat. Das Schulgebäude im Slum von Nairobi/Kangemi bestand damals lediglich aus Wellblechen, Brettern und Plastikfolie. Für den Unterricht stand nur ein einziges Buch zur Verfügung. Das Ehepaar entschied sofort, von Deutschland aus zu helfen und der Schule Geld sowie Materialien zukommen zu lassen.

Durch großzügige Spenden konnte im Jahr 2010 das Schulgrundstück gekauft werden, so dass endlich Klassenräume in Festbauweise mit solidem Fundament entstehen konnten. Seitdem wird die Hupendo-School kontinuierlich erweitert und renoviert. Im Laufe der Jahre wurden die Räumlichkeiten der Schule jedoch immer wieder durch Feuer- oder Umweltkatastrophen in Mitleidenschaft gezogen.

Alfred Nyerere stellte Bürgermeister Pospischil das Schulsystem Kenias im Allgemeinen und seine Hupendo-School im Besonderen vor. Knapp 600 Schülerinnen und Schüler besuchen mittlerweile die Schule. Sie werden von 19 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Fünf weitere Angestellte kochen die für die meisten Kinder einzige Mahlzeit am Tag oder sorgen für deren Sicherheit.

Die Schule hat einen Kindergarten, mehrere Primary- und Secondaryklassen. War in früheren Jahren eine Klassenstärke von bis zu 120 Schülerinnen und Schülern keine Seltenheit, konnte diese Zahl mittlerweile auf 40 gesenkt werden. Zahlreichen Schülerinnen und Schülern ist es in den vergangenen Jahren gelungen, das Abitur zu machen oder staatliche Stipendien zu bekommen. Die Hupendo-School besitzt mittlerweile einen sehr guten Ruf in Kenia.

Aufmerksame Zuhörerin im Büro des Bürgermeisters war Daniela Greitemann. Die stellvertretende Schulleiterin des Rivius Gymnasiums tauschte sich danach intensiv mit den Eheleuten Nyerere über die Schullandschaften und Bildungssysteme in Kenia und Deutschland aus.

Karin und Fritz Nicolay werben weiterhin mit viel Einsatz für dringend notwendige Spenden: „Allein für die Mittagsmahlzeiten ist die Schule auf 40.000 Euro im Jahr angewiesen. Außerdem werden dringend Gelder für den Ankauf von Schuluniformen benötigt.“

Mit viel Tatkraft sorgen die Eheleute Nicolay selbst seit Jahren für einige Spendengelder. So betreiben Sie alljährlich einen Stand auf dem Attendorner Weihnachtsmarkt, an dem sie handgefertigte Produkte aus Kangemi wie Schmuck, handgeschnitzte Elefanten aus Rosen- oder Ebenholz sowie Ledergürtel und andere Gegenstände verkaufen. Familie Nicolay ist mit diesem Stand auch auf dem Stadtfest in Attendorn am 7. und 8. September 2019 vertreten.

Bürgermeister Popischil zeigte sich beeindruckt von der Besuchergruppe: „Die Bildung ist in Kangemi die einzige Möglichkeit, Not und Elend zu entkommen. Mit einem bewundernswerten Einsatz sorgen Herr Nyerere und sein Team dafür, dass es an der Hupendo-School ein so starkes Streben nach Lernen gibt. Es erfüllt mich als Bürgermeister mit sehr viel Stolz, dass Familie Nicolay und einige Menschen mehr aus Attendorn diese Schule in Afrika seit Jahren unterstützen. Denn wir sind eine Welt!“

Alle Informationen über die Hupendo School und die Möglichkeiten, diese Schule zu unterstützen, finden Interessiert auf der Internetseite https://www.hupendo.de/.

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