„Ein Zeichen von Respekt und Toleranz!“

Schülerinnen und Schüler der Hanseschule pflegten den Jüdischen Friedhof in Attendorn

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Großen Einsatz zeigten Schülerinnen und Schüler der Hanseschule bei der Pflege des Jüdischen Friedhofs in Attendorn unter der Leitung des Schulsozialarbeiters Dirk Dupont (Foto: Jüdisch in Attendorn).

Großen Einsatz zeigten Schülerinnen und Schüler der Hanseschule bei der Pflege des Jüdischen Friedhofs in Attendorn.

Foto: Jüdisch in Attendorn

In enger Abstimmung mit der Friedhofsverwaltung und dem Baubetriebshof der Hansestadt Attendorn wird der Jüdische Friedhof seit dem Jahr 1984 alljährlich im Wechsel durch die weiterführenden Schulen aus Attendorn gepflegt. Die Idee für diese Aktion kam seinerzeit von dem ehemaligen Stadtdirektor Hans-Joachim Sperling und von Hartmut Hosenfeld von der Initiative „Jüdisch in Attendorn“

Unter der Leitung des Schulsozialarbeiters Dirk Dupont haben sich  15 Schülerinnen und Schüler der Hanseschule am Jüdischen Friedhof eingefunden. Hartmut Hosenfeld begrüßte die Schülergruppe und informierte zunächst über die Besonderheiten der Grabstätten und der jüdischen Beerdigungskultur. Er freute sich über den Einsatz der jungen Menschen: „Euer Einsatz ist auch ein Zeichen von Respekt und Toleranz!“

Nach der Begrüßung stattete der städtische Gärtnermeister Karl Schulte die motivierte Gruppe mit Arbeitshandschuhen, Schubkarre und Werkzeug aus. Auf dem Plan standen Unkraut zupfen, Bodendecker schneiden, Grabsteine pflegen und Wege säubern.

Der alte Jüdische Friedhof „Am Himmelsberg“, auf dem 1870 die erste und im Jahr 1942 die letzte Beerdigung stattfand, befindet sich mittlerweile als Baudenkmal im Besitz des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe mit Sitz in Dortmund.

Heute sind auf dem  etwa 1.000 Quadratmeter großen Grundstück 33 Grabstätten erhalten, in denen 36 Personen bestattet sind. Der Jüdische Friedhof ist öffentlich zugänglich und kann im Rahmen der Stadtführung „Jüdisch in Attendorn“ besichtigt werden. Infos und Anmeldungen nimmt Hartmut Hosenfeld entgegen, Tel. 02722/7123, E-Mail hartmuthosenfeld@t-online.de.

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