Bei dem laufenden Energiesparprojekt in Attendorn wurden den Schulen in diesen Tagen zahlreiche neue Messgeräte übergeben. Die jungen Energiewächter gingen sogleich mit Feuereifer an die Arbeit.

Die Hansestadt Attendorn hatte im Vorjahr das Projekt „Energiesparen an öffentlichen Einrichtungen in Attendorn“ gestartet. In Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Beratungsbüro ecoteam NRW setzt die Gebäudebewirtschaftung der Hansestadt Attendorn (GEBA) ein Energiespar- und Klimaschutzprojekt um. Beteiligt sind acht Schulen, sieben Sporthallen, das Rathaus, die Stadthalle sowie das Südsauerlandmuseum.

Mit diesem auf drei Jahre angelegten Projekt soll durch konkrete Maßnahmen Energie eingespart werden. So werden den Schülerinnen und Schülern der Attendorner Schulen unter anderem Tipps mit an die Hand gegeben, wie man durch bewussteres Verhalten Energie einsparen und durch weniger emittiertes CO² die Umwelt schützen kann. Schöner Nebeneffekt dabei: aus den eingesparten Energiekosten leitet sich ein Prämiensystem ab, von dem die Schulen und Gebäudeverwalter profitieren werden.

In diesen Tagen überreichte der Energieberater Klaus Pelzer den Attendorner Schulen das spannende Equipment. Mit dem nagelneuen Energiesparkoffer können die jungen Energiewächter ab sofort die Beleuchtung ausmessen, um dann zu entscheiden, ob sie das zusätzliche Licht auch tatsächlich brauchen. Oder sie schauen, ob ein Computer im Standby steht oder wirklich ausgeschaltet ist. Auch die Bestimmung der Temperatur im Klassenraum geht jetzt mit dem digitalen Thermometer blitzschnell.

Das durch falsches Lüften die Oberflächen in Wänden und Möbeln auskühlen, dass wissen selbst viele Erwachsene nicht. Die Schüler können ab jetzt die unterschiedliche Oberflächentemperaturen mit der Infrarotpistole feststellen.

Neben der Energiesparkiste gibt es auch noch eine Lüftungsbox mit drei Lüftungsampeln. Die Luftqualität in Klassenräumen ist ein weithin unterschätzter Faktor für gesundheitliches Wohlbefinden. Mit  dieser Ampel kann nun jede Schulklasse testen, ob sich während der Unterrichtstunden genug frische Luft im Klassenraum befindet oder ob es Zeit wird zum Lüften.

Im kommenden Schuljahr wird noch eine „Lüftungswerkstatt“ hinzukommen. Auch hierfür wurden bereits erste Messgeräte angeschafft.

Die Hausmeister wurden ebenfalls mit Profimessgeräten versehen. Zur Temperaturmessung bekam jeder von ihnen ein digitales Thermometer  sowie ein Temperaturaufzeichnungsgerät, mit denen auch mehrtägige Temperaturverläufe überprüft werden können.

Der große Gewinner des Projektes ist das Klima. Denn der von Schülern selber entwickelte Slogan des Projektes prangt schließlich groß auf dem Lüftungswerkstatt: „Ein echter Kattfiller kennt seine Energiekiller“. 

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