Die Freiwilligenzentrale des Diakonischen Werkes ruft in Zusammenarbeit mit der Hansestadt Attendorn sowie dem AGIL-Seniorenbüro und dem Attendorner Jugendparlament die Taschengeldbörse „AtTa“ ins Leben. Guido Raith vom AGIL-Büro und Patrick Schauerte von der Hansestadt Attendorn koordinieren die neue Attendorner Taschengeldbörse „AtTa“.

Das Laub liegt im Beet, aber die Rückenschmerzen verhindern die Gartenarbeit. Das Handy funktioniert nicht mehr, doch was tun? Alltagsprobleme wie diese können für Seniorinnen und Senioren in Attendorn bald ein Ende haben. Das bringt ein wenig Geld in die Taschen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ihrerseits wiederum der älteren Generation ihre Hilfe bieten. So profitieren beide Seiten voneinander.

Über die Taschengeldbörse „AtTa“ können leichte und gelegentliche Tätigkeiten von geeigneten Schülerinnen und Schülern ab 14 Jahren sowie jungen Erwachsenen und Studenten erbracht werden. Damit können die jungen Leute im Rahmen der Möglichkeiten des Zuverdienstes ihr monatliches Budget ein wenig aufbessern.

Ziel dieses Projektes ist es, einerseits das soziale Engagement der Jugendlichen zu stärken und andererseits ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen bei ihrer Alltagsbewältigung zu unterstützen. Über diese Hilfe wird gerade Seniorinnen und Senioren ermöglicht, länger in den eigenen vier Wänden wohnen zu können. Gleichzeitig fördert das Projekt auch das Verständnis der Generationen und gesellschaftlichen Gruppen füreinander und wirkt einer Vereinsamung der Älteren entgegen.

Und so sieht die Praxis aus: Im AGIL-Seniorenbüro an der Danziger Straße, beim Jugendparlament unter www.jugendparlament-attendorn.de und auf der Homepage der Hansestadt Attendorn www.attendorn.de/Taschengeldboerse können sich Helfer ab 14 Jahren nach Ausfüllen eines Fragebogens auf eine Liste der potenziellen Mitarbeiter eintragen lassen. Der Fragebogen gibt auch Auskunft über besondere Fähigkeiten, zeitliche Kapazitäten oder persönliche Wünsche bei der Hilfestellung. Notwendig für die Teilnahme sind eine bestehende Kranken- und Unfallversicherung, sowie eine Haftpflichtversicherung, die bei Jugendlichen in der Regel von der Familienhaftpflichtversicherung abgedeckt wird.

Auch Auftraggeber können hier online ihre Job-Angebote abgeben. Zudem können sich hilfebedürftige ältere Menschen beim AGIL-Seniorenbüro im Begegnungszentrum „lebensfroh.Kirche im Laden“ an der Danziger Straße 2 mit ihren Wünschen auch persönlich oder telefonisch unter 02722/540-8691 registrieren lassen. Denkbar sind verschiedene Arten von Hilfen, so Guido Raith: „Vom Ausführen des Hundes über gelegentliche Hilfe bei leichter Gartenarbeit, Schneeräumen, einem gemeinsamen Kartenspiel bis hin zur Anleitung beim Umgang mit dem neuen Computer oder dem ersten Einstieg ins Internet kann vieles individuell vereinbart werden.“

Das AGIL-Seniorenbüro oder das Jugendparlament Attendorn stellen schließlich den passenden Kontakt zwischen beiden Parteien her. Insofern ist die Taschengeldbörse “AtTa” eine  kostenlose Vermittlungsplattform. Das Aushandeln der Höhe des Taschengeldes, das für die Hilfe gezahlt werden soll, bleibt den Jugendlichen und den Hilfebedürftigen selbst überlassen. Als Basiswert sollte es pro Stunde mindestens fünf Euro geben. „Natürlich darf je nach Auftrag auch mehr gezahlt werden“, fügt Guido Raith hinzu.

Für Fragen oder bei Interesse an einer Vermittlung stehen Guido Raith und Bernd Herweg unter Telefon 02722/540-8691 (Anrufbeantworter) sowie 0160/3366230 oder 0151/2808 9651 und auch per Mail unter agil.attendorn@gmail.com zur Verfügung. Patrick Schauerte ist unter Telefon 02722/64-112 oder per Mail unter p.schauerte@attendorn.org und info@jugendparlament-attendorn.de zu erreichen.

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