Erstmals wurde jetzt der Tierseuchen-Krisenstab des Kreises Olpe einberufen. Glücklicherweise aber nur für eine Übung, um sich auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen (ASP) vorzubereiten.

In dem Übungsszenario wurde ein Wildschweinkadaver in einem Jagdrevier in Lennestadt-Theten gefunden, der sich nach Laboruntersuchungen als mit der Tierseuche infiziert herausstellte. Die sich direkt danach anschließenden Maßnahmen, insbesondere die Aktivierung des Krisenstabes und die von diesem zu ergreifenden Maßnahmen, wie die Bergung von verendeten Wildschweinen, standen im Mittelpunkt der Übung.

Die Einberufung der zuständigen Jäger, die Hinzuziehung von Vertretern aus der Landwirtschaft und nicht zuletzt die Einbindung von Fachleuten unterschiedlicher Behörden, galt es in der Übung zu koordinieren. So konnten die örtlichen Jagdpächter praxisnahe Hinweise zu den bevorzugten Aufenthaltsorten und Wechseln des lebenden Schwarzwildes ebenso geben, wie auch wertvolle Tipps, an welchen Rückzugsorten zuallererst mit verendeten Wildschweinen zu rechnen ist. Die Vertreter des Forstamtes und des Kreis-Katasteramtes unterstützten bei der Einrichtung von gesetzlich vorgeschriebenen Zonen um die Fundstelle: dem Kerngebiet, dem gefährdeten Gebiet und der Pufferzone. Vor allem im Kerngebiet, das in einem Umkreis von mehreren Quadratkilometern um mögliche Fundorte gebildet wird, sind teilweise drastische Einschränkungen möglich. So kann das Gebiet eingezäunt werden, Betretungsverbote, Ernteverbote aber auch Jagdruhe oder verstärkte Jagd angeordnet werden.

„Das Ziel der Bemühungen muss es sein“, so Christian Kaiser, der Leiter des Veterinäramtes des Kreises Olpe und Übungsleiter, „alle verendeten Wildschweine möglichst rasch zu bergen und die Seuche in dem innersten Kreis zu halten.“  

Der Übungsleiter zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der Zusammenarbeit in dem Gremium. „Es hat sich gezeigt, wie vorteilhaft es ist, Menschgen mit großer Sach- und Ortskenntnis in einem solchen Fall an einen Tisch zu bringen. Durch unterschiedliche Sichtweisen wurden beispielsweise auch Probleme aufgezeigt, die im Vorfeld eines möglichen ASP-Ausbruchs bedacht und ggf. geregelt werden sollten“, so Christian Kaiser.

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