Langläufer aus Oberhundem und Attendorn beim König-Ludwig-Lauf erfolgreich

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Auf dem Bild links ist Benjamin Selter nach 50km im dichten Schneetreiben im Ziel (Foto: Sabine Selter).

Er gehört zu den traditionsreichsten Skilanglaufveranstaltungen weltweit und ist die mit Abstand größte in Deutschland: Seit mehr als 50 Jahren lädt Oberammergau Sportler aus aller Welt zum König-Ludwig-Lauf zwischen Ettal, Graswang und Linderhof. Insgesamt rund 3500 Teilnehmer aus aller Welt hatten in diesem Jahr gemeldet. Mit 7 Sportlern aus Oberhundem und Attendorn war auch der Kreis Olpe zum wiederholten Mal vor Ort vertreten.

Den Auftakt im Renngeschehen machten am ersten Wettkampftag bereits Sabine und Uli Selter. 23 Kilometer Skating lautete die Zielvorgabe für die Attendornerin, die bereits am Start mit Schneefall und Regen zu kämpfen hatte. 1:29,36 zeigte die Uhr am Ende für die 50jährige, die sich damit nach einem starken Rennen überraschend die Bronzemedaille in ihrer Altersklasse sichern konnte.

Bis hinauf in den Park des  Schlosses Linderhof führte die Loipe für Uli Selter, der ins Rennen über die 50 Kilometer Skating ging. ‚Es war hart heute und bei der immer wieder zugeschneiten Loipentrasse ein Überholen fast unmöglich‘, kommentierte ein dennoch sichtlich zufriedener Uli Selter sein Rennen in einer Zeit von 3:32,58 mit immerhin knapp 62 Jahren und einem 16. Rang in der AK.

Nach einer Nacht mit fast 30 Zentimetern weißer Pracht und anhaltendem Neuschnee während des gesamten Wettkampfs ging es am Sonntag auf die 50 Kilometer in der klassischen Technik. Internationale Stars wie die Wasalaufsiegerin vom vergangenen Jahr oder auch die norwegische, russische oder österreichische Langstreckenelite gaben sich ebenso die Hand wie Prominenz in Organisation und Rennleitung. Olympiasieger Tobias Angerer oder Ex-Bundestrainer Georg Zipfel standen dieses Mal ganz oben in der Hirarchie. Schließlich war dieser Ludwig-Lauf nicht nur ein internationales Rennen über die klassischen 50 Kilometer sondern enthielt auch die Deutsche Skimarathonmeisterschaft des DSV.

Als schnellster NRW-Läufer präsentierte sich dabei ein erneut glänzend aufgelegter Benjamin Selter. Trotz schwierigster Bedingungen und zum Teil stumpfer Loipe erreichte der 22jährige Sportler aus den Reihen des TV Attendorn nach 2:48,01 das Ziel im Stadion von Oberammergau. Das bedeutete für ihn in der H21 gleichzeitig Rang 9 der Deutschen Meisterschaften.

Eigentlich wollten Andreas und Manuel Schöttes vom SC Oberhundem in Oberammergau mit einer guten Zeit die Qualifikation für eine vordere Startreihe beim Saisonhöhepunkt Wasa-Lauf in drei Wochen in Schweden erreichen. Bereits am Vorabend war jedoch klar, das Klassezeiten bei den Wetterbedingungen utopisch sein würden. Trotzdem aber liefen Vater und Sohn einen beherzten ‚Trainingslauf‘ über die Langdistanz und finishten mit 3:18,42 und 3:18,43 und sicherten sich damit ganz nebenbei die Topp-Startgruppe 3 in Schweden. Rang 156 und 157 im Gesamtklassement sowie Platz 23 im starken Feld der H21 für Manuel Schöttes lassen zweifellos die Erwartungen an einen guten ‚Wasa‘ weiter steigen.

Erst seit zwei Jahren ist der Triathlet auch bei den Langläufern zuhause. Martin Schmidt vom TV Attendorn konnte nach diversen Ironman, Langstreckenschwimmen und Radmarathons erneut auch in der Loipe überzeugen. Seine 4:46,00 rundeten einen erfolgreichen Tag für das Skimarathonteam der Attendorner und Oberhundemer Trainingsgruppe ab.

Dass es für einen Einstieg in den Langlauf nie zu spät ist stellte der ehemalige Fußballer Klaus Gabriel eindrucksvoll unter Beweis. In seinem ersten Rennen überhaupt finishte der Heldener über die 23 Kilometer in der klassischen Technik mit seinen ‚fast historischen‘ Ski in punktgenau 3 Stunden und erreichte damit als 251. gesamt und 28. seiner AK das Ziel.

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