Gottfried Kellers Novelle “Kleider machen Leute” mag in einem anderen Jahrhundert spielen, aber der titelgebende Satz gilt heutzutage genauso wie damals. Aus einfachem Grund, denn Kleidung bestimmt in hohem Maße, wie man auf andere Menschen wirkt. Was genau lässt sich mit der Vorliebe für bestimmte Marken ausdrücken?

Kleidung als Ausdruck von Kreativität und Identität

In früheren Jahrhunderten ließen sich Wohlstand und Klassenzugehörigkeit am Kleidungsstil ablesen. Der heutige Gentleman-Look war damals beispielsweise höhergestellten Männern vorbehalten. Heutzutage braucht man für guten Stil keine Adelsabstammung mehr. Dank Outlets ist sogar Markenkleidung erschwinglich geworden. Viele junge Leute haben geradezu einen Trend daraus gemacht, Kleidung von preiswerten Modeketten oder Vintageteile aus Second-Hand-Läden mit ausgesuchten Markenkleidungsstücken zu kombinieren. Die Zusammenstellung eines solchen Outfits ist zwar nicht kosten-, mitunter aber recht zeitintensiv. Doch das ist es den jungen Menschen wert, schließlich haben aktuellen Statistiken zufolge Mode und Lifestyle einen hohen Stellenwert in ihrem Leben. Sie suchen nach Kleidung, die nicht nur funktionell, sondern geradezu Ausdruck ihrer Persönlichkeit ist. Es kommt schließlich nicht von ungefähr, dass Lieblingskleidungsstücke zumindest ein bisschen glücklich machen.

Warum Markenkleidung beliebt ist

Ob zeitlose Modeklassiker oder moderne Trends: Soziale Plattformen wie Instagram spielen für die Modeindustrie inzwischen eine sehr wichtige Rolle. Sogenannte Influencer prägen die Vorliebe der Konsumenten für bestimmte Marken; vor allem bei Jugendlichen ist Markenkleidung sehr angesagt. Aber auch Erwachsene schätzen Markenkleidung. Während Jugendliche jedoch bestimmte Marken bevorzugen, um “cool” zu wirken, geht es erwachsenen Konsumenten eher um die Qualität der Materialien, um hochwertige Verarbeitung und lange Haltbarkeit. Vor allem wenn sie Kleidung für berufliche Anlässe kaufen, setzen in Deutschland viele Menschen auf Markenkleidung. Allerdings reicht es oft auch aus, die Alltagskleidung mit einigen ausgewählten Kleidungsstücken oder Accessoires bekannter Marken zu ergänzen, um das Outfit insgesamt aufzuwerten. Das gilt beispielsweise für Markenbrillen, die es in verschiedensten Varianten gibt. Eine schicke Brille von einem bekannten Hersteller setzt einen interessanten und wertigen Akzent.

Nachhaltig kleiden

Im gegenwärtigen Konsumzeitalter geht es vielen Menschen beim Kauf von Kleidungsstücken vor allem darum, ein Zeichen gegen Konsumsucht und Wegwerfmentalität zu setzen. Gut produzierte Markenkleidung hilft dabei. Sie hält länger und ist damit eher eine nachhaltige Investition als Billigware, die oft schon kurz nach dem Kauf abgetragen aussieht. Ein ähnliches Prinzip steht hinter Eco-Fashion, die in Attendorn gerade im Trend liegt. Seit 2011 darf sich die Hansestadt in NRW offiziell als Fairtrade-Stadt bezeichnen; sie setzt damit ein Zeichen für fairen Handel und Nachhaltigkeit.

Bildrechte: Flickr shopping-mall-womens-clothes Fieldwork Inc. CC BY CC0 1.0 Öffentliche Domäne

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