Die Hansestadt Attendorn hat in den Herbstferien erstmalig ein Angebot für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler veranstaltet. Gefördert wurde die Maßnahme durch das Schulministerium Nordrhein-Westfalen.

attendorner geschichten - deutschkursFür neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler ist das Beherrschen der deutschen Sprache nicht nur eine unerlässliche Voraussetzung für einen aussichtsvollen Bildungsweg. Zugleich ist diese Fähigkeit auch im außerschulischen Alltag der Schlüssel für eine gelingende Integration. Um diesen Kindern und Jugendlichen eine kontinuierliche Deutschförderung zu ermöglichen, die über die übliche Unterrichtszeit hinausgeht, hat das Schulministerium NRW das „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ entwickelt. Mit diesem Angebot sollen neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, auch in den Ferien ihre Deutschkenntnisse weiter zu vertiefen und sie im Alltag anzuwenden.

In der Hansestadt Attendorn haben nicht weniger als 47 Schülerinnen und Schüler in den Herbstferien an dem zusätzlichen Deutschunterricht teilgenommen. Aufgeteilt in die zwei Gruppen Primarstufe und Sekundarstufe I wurden die Lernenden durch fünf Dozenten unterrichtet: die Grundschüler in der Attandarra-Schule, die übrigen Schüler im Rivius Gymnasium.

Neben dem regulärem Unterricht, in dem Grammatik und Vokabeln gepaukt wurden, gab es auch Unterricht der etwas anderen Art. Begonnen wurde in beiden Gruppen mit einem gemeinsamen Frühstück. Das Mittagessen wurde ebenfalls gemeinsam eingenommen. Die älteren Schüler haben sogar einen Tag gemeinsam gekocht, die jüngeren Schüler gemeinsam gebacken. Für die Mahlzeiten wurde in kleinen Gruppen eingekauft. In diesem handlungsorientierten Unterrichtsmodell haben die Schülerinnen und Schüler gelernt, sich in Alltagssituationen, wie beispielsweise beim Einkaufen, zurechtzufinden.  Die Lebensmittel für das gemeinsame Kochen und Backen wurden in diesem Zusammenhang besprochen und erlernt.  

Darüber hinaus hatten die Kinder und Jugendlichen Gelegenheit, die Hansestadt Attendorn von allen Seiten kennenzulernen. Im Südsauerlandmuseum erfuhren sie viel über Attendorn und seine Umgebung im Verlauf der Jahrhunderte. Beim Besuch der Attahöhle konnten sie die Hansestadt auch einmal „von unten“ sehen.

Die Dozenten und die Teilnehmer waren sich einig: Diese Woche war ein toller Erfolg und wird hoffentlich wiederholt.

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