In Europa leiden sechs Millionen Menschen unter einer der häufigsten Herzrhythmusstörungen: dem Vorhofflimmern. Manchmal ist diese Rhythmusstörung („Herzstolpern“ oder „Herzrasen“) für die Betroffenen gar nicht spürbar. Dabei kann Vorhofflimmern das Risiko für Schlaganfälle erhöhen, wenn es nicht therapiert wird.

Die bei dieser Störung des Herzrhythmus auftretenden Veränderungen entstehen oftmals dadurch, dass elektrische Impulse fälschlicherweise aus den Lungenvenen in den Vorhof geleitet werden und dort das Herzrasen auslösen.

„Auf Dauer kann jede Rhythmusstörung den Herzmuskel und damit die Pumpkraft des Herzens und damit die Leistungsfähigkeit des Patienten beeinträchtigen“, erklärt Dr. Stephan Doldi, Chefarzt der Kardiologie an der Helios Klinik Attendorn. „Daher sollten die Ursachen abgeklärt und die Herzrhythmusstörung behandelt werden.“

Die Gabe spezieller Medikamente ist hierbei die erste Option. Bei ausbleibender Wirkung oder Auftreten von Nebenwirkungen kommen nicht-medikamentöse Behandlungsverfahren wie die Katheterablation (gezielte Verödung gestörter Reizleitungen) zur Anwendung. Sie kann bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen dauerhaft beheben.

„Mit allen Patienten besprechen wir die bestehenden Behandlungsmöglichkeiten wie die elektrische oder medikamentöse Kardioversion oder die Katheterablation sehr gezielt und klären auf“, sagt der Mediziner. In seinem Vortrag wird er die Methoden vorstellen und selbstverständliche für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung stehen.

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