Für große Begeisterung sorgte das dreiköpfige Ensemble „The Klezmer Tunes“ bei ihrem Konzert in Attendorn.

Standing Ovations in einer Kirche. Das hat man selten. Doch genau dafür sorgten „The Klezmer Tunes“ bei ihrem Konzert in der evangelischen Erlöserkirche in Attendorn.

Auf Einladung des Kulturringes der Hansestadt Attendorn und eingebunden in die Veranstaltungsreihe „Shalom Attendorn 2018“ präsentierte das Trio aus Köln den knapp 150 Zuschauern das Programm „Back to Odessa“. Dabei verarbeiteten die Vollblutmusiker mit dem ehemaligen Eislauf-Profi Dimitri Schenker (Klarinette), Igor Mazritsky (Violine) und Vadim Baev (Akkordeon) die eingängigen Melodien aus der unendlichen Fundgrube der jüdischen Klezmer-Musik mit vielen Überraschungen.

Im ersten Programmteil interpretierte das Trio traditionelles jüdisches Liedgut aus Osteuropa. So ging es über Odessa in der Ukraine weiter nach Rumänien. Die überwiegend fröhlichen und tänzerischen Titel interpretierte das Ensemble auf seine ganz eigene Weise und überraschte das Publikum mit Einflüssen aus Jazz, Funk, Gypsy, Bossa Nova und Rock´n´Roll.

Spätestens als verschiedene kleine Rhythmusinstrumente im Publikum verteilt wurden, verschmolzen die Zuhörer fast mit den Musikern und es wurde gemeinsam musiziert, im Rhythmus geklatscht und sich bewegt.

Diese wohltuende  Atmosphäre der Heiterkeit und Gemeinsamkeit setzte sich im zweiten Teil des Konzerts fort, als es auf eine Reise in andere Länder ging und Melodien des internationalen Klezmer und dessen Verwandlungen im Mittelpunkt standen. Von leichtfüßigen Säbeltänzen über Csárdás und finnischer Polka führt der Spurenlauf zum Jazz über Filmmusiken bis hin zu Mackie Messer.

Speziell für die Veranstaltungsreihe „Shalom Attendorn 2018“ hatten die Musiker das emotionale Stück „My Yiddishe Momme“ mit in ihr aktuelles Programm aufgenommen.

Musikalisch geht es bei der Veranstaltungsreihe „Shalom Attendorn“ am Samstag, 6. Oktober 2018, weiter. Um 19:30 Uhr präsentiert das Dortmunder Duo Tirzah Haase und Armine Ghuloyan in der Aula des Rivius Gymnasiums „Jüdische Chansons und Evergreens zwischen Liebe, Lust und Rebellion“.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here