Die letzten drei Jahre war er Kommandeur der Offizierschule des Heeres in Dresden: Brigadegeneral Harald Gante. Am 7. September diesen Jahres übernahm der gebürtige Attendorner von Generalmajor Bernd Schütt mit einem großen Appell, an dem zahlreiche militärische und zivile Gäste, darunter seine Familie und viele Freunde, teilnahmen, die 10. Panzerdivision in Veitshöchheim als Kommandeur.

Brigadegeneral Harald Gante, der neue Kommandeur der 10. Panzerdivision in Veitshöchheim.
Foto: khe

Der 55-jährige Brigadegeneral, verheiratet, eine Tochter und zwei Söhne, begann seine Laufbahn als Soldat nach dem Abitur 1982 beim Pionierbataillon 7 in Höxter. Während seiner Offizier-Ausbildung studierte er Bauingenieurwesen an der Universität der Bundeswehr in München und fand anschließend Verwendung als Zugführer und Kompaniechef. In dieser Zeit war er auch im Auslandseinsatz in Mogadischu/Somalia im Rahmen der UNOSOM.

Nach seiner Teilnahme an der Generalstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg folgten unter anderen der Besuch der britischen Generalstabsausbildung und eine Verwendung als Referent im Führungsstab des Heeres, bevor er Kommandeur eines Pionierbataillons in Emmerich wurde.

In den Jahren 2005 bis 2007 war der heutige Brigadegeneral Leiter des Teilbereichs Taktische Führung und Führungsdienstvorschriften im Heeresamt Köln, wobei auch ein weiterer Auslandseinsatz bei der EUFOR ALTHEA in Bosnien-Herzegowina in seiner Vita zu finden ist.

Es folgten Einsätze als Abteilungsleiter G3 bei der 14. Panzergrenadierdivision „Hanse“ in Neubrandenburg und als Abteilungsleiter G5 „Plans and Policy“ im „Allied Land Component Command Headquarter“ in Heidelberg.

Vor seiner Ernennung zum Verbindungsoffizier beim Bundespräsidenten war Harald Gante ein Jahr lang als Arbeitsbereichsleiter Afghanistan im Einsatzführungsstab der Bundeswehr in Berlin tätig.

2014 folgten der Einsatz als Chef des Stabes Regionalkommando Nord und als Kommandeur und Kontingentführer des deutschen Einsatzkontingents ISAF in Afghanistan, bevor er im Juli 2015 die Offizierschule übernahm.

Der Brigadegeneral, dessen Eltern immer noch in Attendorn leben, hat auch trotz seines anstrengenden Dienstes immer noch zahlreiche Verbindungen in seine Heimatstadt. So ist er jedes Jahr zu Ostern auf dem Osterkopp der Waterpoote anzutreffen, wo auch vor rund drei Jahren gemeinsam mit der ebenfalls aus Attendorn stammenden damaligen Kommandeurin der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr in Ulmen Oberstveterinär Dr. Christiane Ernst die Idee eines Hundekalenders entstand, dessen Spendenerlös von inzwischen über 20 000 Euro der Aktion „unvergessen“ für Hilfe von einsatzgeschädigten Soldatinnen und Soldaten und deren Familien einbrachte.

Brigadegeneral Harald Gante ist mit der Übernahme des neues Kommandos nunmehr Vorgesetzter von rund 18 000 Soldatinnen und Soldaten, die in der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ in Bad Reichenhall, in der Panzerbrigade 12 in Cham, in der Panzergrenadierbrigade 37 in Frankenberg, der Deutsch-Französischen Brigade, dem Artilleriebataillon 131 in Weisen, dem Artilleriebataillon 345 in Idar-Oberstein und im Pionierbataillon 905 in Ingolstadt ihren Dienst verrichten.

Mit der Übernahme des Kommandos ist auch in absehbarer Zeit eine Beförderung zum Generalmajor zu erwarten.

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