Nicht nur in den seit längerer Zeit erwähnten großen Städten Deutschlands fehlt bezahlbarer Wohnraum.Dieses Thema geht auch meine Heimatstadt an. In der Hansestadt Attendorn fehlt seit langem bezahlbarer zentrumsnaher Wohnraum.

Wo ist das Problem?

Durch die existierenden Förderprogramme können private Investoren bislang nicht dazu bewegt werden, in ausreichendem Umfang in den Neubau von Sozialwohnungen zu investieren. Aktuell ist auch nicht erkennbar, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird. 

Es ist vorhersehbar, dass der Bedarf an bezahlbaren Wohnraum in Zukunft überproportional steigen wird, nicht zuletzt auch durch den Zuzug von Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern, von denen ein nicht unerheblicher Teil nach einer Anerkennung im Stadtgebiet bleiben wird.

Auch dieser Bevölkerungsteil wird sich dann ebenfalls auf das Segment des preiswerten Wohnungsmarkts hin orientieren. Es muss also davon ausgegangen werden, dass diese zusätzliche Nachfrage die Mieten der bezahlbaren (preiswerten) Wohnungen überproportional steigen lässt und sie für viele nicht mehr erschwinglich und finanzierbar sind.

Ich selber sehe seit langer Zeit eine notwendige Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge darin, dass auch die weniger einkommensstarken Einwohner unserer Hansestadt Attendorn die Chance auf angemessenen Wohnraum haben – zu Preisen, die für sie bezahlbar sind.

In dem Bereich ist es nicht zielführend, stets auf den freien Markt blind zu vertrauen. Mangels attraktiver Förderung konzentriert sich der Wohnungsbau in Deutschland schon seit vielen Jahren auf die Schaffung freifinanzierter und teurer Wohnungen in den Ballungsräumen.

Damit auch in unserer Hansestadt Attendorn Brennpunkte gar nicht erst entstehen, ist deshalb eine Prüfung des sozialen Wohnungsbaus der Hansestadt Attendorn angezeigt und notwendig.

Attendorn muss dauerhaft Einfluss auf die Belegung und die Mietbedingungen nehmen und durch ein entsprechendes Wohnungsangebot die Miethöhe in Attendorn im erträglichen Rahmen halten. 

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