657,26 Euro für Projekte, die das Leben von Straßenkindern in Mexiko aufhellen – das ist das stolze Resultat des Aktionstages »Straßenkind für einen Tag«, den die Schülerinnen und Schüler der Spanischkurse der Jahrgangsstufe Q1 des St.-Ursula-Gymnasiums  in der Attendorner Innenstadt durchführten. Mit der Aktion machten sie auf die prekäre Situation von Straßenkindern in Mexiko aufmerksam. Die Schüler verrichteten dabei symbolisch typische Arbeiten, mit denen sich Straßenkinder ihren Lebensunterhalt verdienen müssen: Es wurden Kleinigkeiten aus dem Bauchladen verkauft, Blumen gegen eine kleine Spende angeboten und auch vorm Schuheputzen schreckten die Schülerinnen und Schüler nicht zurück. Fand eine Spenderin oder ein Spender die Aktion besonders interessant, so stand ein Info-Punkt am Marktplatz für Fragen zur Verfügung.

Die Jugendlichen machten unterschiedliche Erfahrungen, die jedoch überwiegend positiv waren. Eine Schülerin fasste zusammen: »Natürlich hatten wir auch Leute dabei, die uns mit einem hastigen „Tut mir leid, ich habe kein Geld dabei“ abwimmelten –  und das, obwohl sie gerade vom Einkaufen kamen. Die meisten allerdings zeigten sich spendabel und freuten sich, mit ihrem Geld etwas Gutes tun zu können.«

Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Miriam Sander hatten sich die Spendensammler vorher im Spanischunterricht mit dem Thema Kinderarmut in Lateinamerika auseinandergesetzt. Nun konnten sie den Alltag der Straßenkinder, den sie eigentlich nur aus ihren Schulbüchern kannten, hautnah erleben.

Auch Christian Pospischil, der Bürgermeister der Hansestadt Attendorn, wusste den Einsatz der knapp 40 Schülerinnen und Schüler zu schätzen: »Das Engagement der Jugendlichen ist außergewöhnlich. Sie setzen sich für fremde Kinder ein, die tausende Kilometer von ihnen entfernt leben.« Miriam Sander fügte hinzu: » So erfolgreich ist die Aktion der Organisation „terre des hommes“ noch nie verlaufen. Ich bin stolz auf meine Schülerinnen und Schüler, das Geld haben sie in knapp vier Stunden gesammelt.“ Ein herzlicher Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, insbesondere aber auch der Stadtverwaltung Attendorn, die sich äußerst großzügig gezeigt hat. 

 

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