Bereits in seiner zweiten Saison nach Einstieg bei den Attendorner Triathleten sollte eine Langdistanz absolviert werden. Und das am besten beim weltweit größten Langstrecken Triathlon Event, bei der „DATEV Challenge“ in Roth. Bereits zum 35. Mal wurde im Frankenland der Triathlon ausgetragen.

Angefeuert von ca. 280.000 begeisterten Zuschauern gingen 3400 Einzelstarter und ca. 650 Staffeln mit je drei Teilnehmern auf die Strecken. Hierbei konnte sich auch die Liste der prominenten Starter sehen lassen: Neben dem ehemalige Ironman-Weltmeister Sebastian Kienle standen Andreas Dreitz, Joe Skipper und Cameron Wurf, sowie bei den Frauen die Ironman-Vizeweltmeisterin Lucy Charles, Daniela Sämmler, Yvonne van Vlerken und Kaisa Sali am Start.

Zusammen mit Familie und Freunden wurde von Reiner der Campingplatz am Schwimmstart als Domizil auserkoren und das Wohnmobil geparkt. Die Triathlonmesse, die Pressekonferenz der Profis, ein Stadtbesuch, die Pastaparty, die ´Bayern 3´ Triathlonparty am Marktplatz und der Rad ´Check In´ waren alles Punkte, die seit Donnerstag wahrgenommen wurden. Der Renntag selber sollte bereits morgens um 5 Uhr losgehen.

Nach einer unruhigen Nacht begab sich Reiner Preuss zu den Vorbereitungen in die Startzone am Main-Donau-Kanal. Mit Kanonenschlägen wurde der erste Start um 6:30 für die Profis eingeläutet, um danach im 5 Minutentakt weitere 200 Teilnehmer auf die Strecke zu schicken. Eine gute Stunde später war auch endlich der Start für Reiner Preuss. Die 3,8 km Strecke durfte im Neopren absolviert werden, was für den „Nichtschwimmer“ Reiner Preuss erfreulich war. Etwa 30.000 Zuschauer beobachteten die erste Disziplin von der Brücke und vom Ufer aus und bekamen den Schwimmstreckenrekord der Frauen durch Lucy Charles mit.

Länger „genießen“ konnte Reiner Preuss das Schwimmen. Nach 1:33:51 erreichte er die Wechselzone. Dies entsprach seinen errechneten Zeitplan.

Noch einmal auf der Brücke richtig angefeuert, ging es auf die erste Rad Runde Richtung Greding mit dem ersten richtigen Anstieg.  Ein Highlight auf der Radstrecke ist der Solarer Berg in Hilpoltstein. Zigtausend Zuschauer lassen den Radfahrern nur eine schmale Gasse a la Alpe d’Huez und treiben die Sportler die gute 1km lange Steigung hinauf. Natürlich wird man dort von den eigenen Fans erwartet und angefeuert.
Weiter geht es dann nach Eckersmühlen durch die Biermeile in die zweite Runde, um die 180km voll zu fahren. Nach 6:11:39 war für Reiner Preuss das Radfahren absolviert, wobei die Profimänner Wurf und Kienle den alten Streckenrekord mittlerweile unterboten hatten.

Nun galt es ´nur noch´ einen Marathon Lauf zu absolvieren und das Ziel ist erreicht. Mit leichten muskulären Problemen sollte der Lauf losgehen. Mit der richtigen Dehnung wurde dies beseitigt, so dass Reiner zum Glück weitermachen konnte. Unterstützung gab es wieder durch die mitgereisten Fans, die an der Laufstrecke am Main-Donau-Kanal bereits auf ihn warteten. Nach 25km gab es einen Wendepunkt und es ging wieder zurück durch den Ort Roth, auf dessen Marktplatz jeder Läufer angefeuert wird. Anschließend fordert ein leichter Anstieg nach Büchenbach noch einmal die Athleten, bevor es nach knapp 36 Laufkilometern wieder zurück Richtung Ziel nach Roth ging. Weitere auftretende muskuläre Probleme wurden von Reiner auf gleiche Weise in den Griff genommen. Jetzt ging es nur noch darum, in das berühmte Triathlonstadion einzulaufen.
Spannung gab es hierbei bei den Frauen. Daniela Sämmler konnte mit 9 Sekunden Vorsprung vor der Vizeweltmeisterin Lucy Charles gewinnen und einen neuen deutschen Langstreckenrekord aufstellen. Auch Reiner Preuss konnte finishen und lief mit einer Marathonzeit von 4:30:55 unter Jubelrufen ins Stadion ein.

Somit war sein Geburtstagsgeschenk mit einer Gesamtzeit von 12:27:50 eingelöst. Freudestrahlend die Medaille umgehängt bekommen und die Glückwünsche der Fans entgegengenommen, genoss er nach den Strapazen erst einmal die Verpflegung im Zelt um danach fidel an der Abschlussparty im Stadion die letzten Zieleinläufer anzufeuern.

Viele Glückwünsche erreichten ihn per Textnachrichten aus der Heimat. Seine Antwort: „… aber eins weiß ich jetzt schon… es war nicht der Letzte“

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