Der Rückblick auf das erfolgreich verlaufene Geschäftsjahr 2017 und der Ausblick auf die nähere Zukunft standen angesichts der sich abzeichnenden Herausforderungen für Geldinstitute (Stichworte: Digitalisierung, Bezahldienste) auf der diesjährigen Vertreterversammlung der Volksbank Bigge-Lenne im Fokus des Interesses. „Wie bleiben wir relevant für unsere Mitglieder und Kunden?“, formulierte Bankvorstand Michael Griese als zentrale Frage. Seine Antwort: durch die genossenschaftlichen Werte „Aufrichtigkeit, Nähe, Vertrauen“ sowie in der geschäftspolitischen Ausrichtung als „echte Mitglieder- und Mittelstandsbank“. Die Bank wird sich weiterentwickeln und in zukunftsweisende Themen investieren.“

Wie gewohnt stand die Vertreterversammlung unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Christian Berken. Auch war das Interesse der Mitgliedervertreterinnen und -vertreter der Volksbank Bigge-Lenne sehr hoch.

Einig zeigten sich die Mitglieder des „Volksbank-Parlaments“ bei allen anstehenden Beschlüssen: Das galt für den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht ebenso wie bei der notwendigen Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Auch folgte die Versammlung dem gemeinsamen Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Verwendung des Jahresüberschusses: 5,8 Millionen Euro hat die Volksbank an Bigge und Lenne erwirtschaftet. Wie in den Vorjahren werden die nunmehr 47.392 Mitglieder in Form einer Dividende in Höhe von 4,0 Prozent daran beteiligt. Zudem werden die Rücklagen weiter gestärkt.

Auf Kontinuität setzt die Volksbank bei der Besetzung ihres Aufsichtsrats. Christian Berken, Andreas Hebbeker, Dieter Lütteken, Thomas Schulmeister und Wolfgang Teipel wurden einstimmig für weitere drei Jahre im Kontrollgremium der Bank bestätigt.

Die wichtigsten Kennzahlen stellte diesmal Bankvorstand Andreas Ermecke vor. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 2,8 Prozent auf jetzt 1,788 Milliarden Euro. Das gesamte betreute Kundenvolumen – dieser Wert beinhaltet neben den in der Bilanz festgeschriebenen Geschäften das gesamte Volumen aller Kreditgeschäfte und Einlagen mit den Mitgliedern und Kunden – erhöhte sich von um 4,0 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro.

Das Gesamtkreditvolumen wuchs um 4,6 Prozent auf 1,69 Milliarden Euro. 251 Millionen Euro wurden neu als Kreditzusagen ausgesprochen. Zusätzlich wurde das eigene Immobiliengeschäft weiter ausgebaut. 160 Objekte im Gesamtwert von 16,5 Millionen Euro wurden vermittelt. Die Sparte Baufinanzierungen legte um 24 Millionen Euro (4,9 Prozent) auf 510 Millionen Euro zu.

Die in der Bilanz eingestellten Einlagen der Kunden stiegen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls an – und zwar um 1,3 Prozent auf 1,20 Milliarden Euro. Das gesamte von der Volksbank Bigge-Lenne betreute Kundenanlagevolumen stieg um 4,0 Prozent auf 1,96 Milliarden Euro.

Insgesamt sieht sich die Volksbank Bigge-Lenne im „Raiffeisenjahr 2018“ trotz der schwierigen Zeiten für Banken gut gerüstet für die Zukunft. „Das realwirtschaftliche Umfeld ist hervorragend“, erklärte Bankvorstand Michael Griese und schloss seine Ausführungen mit einem ausdrücklichen Dank an die 345 Beschäftigten und 22 Auszubildenden für die geleistete Arbeit sowie einem Zitat des französischen Ökonoms Jean Fourastié: „Die Zukunft wird so sein, wie wir sie gestalten“.

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