Wer sich für eine Ausbildung als Pflegefachkraft interessiert, hat in Zukunft aus Attendorn einen kürzeren Weg zur Pflegeschule: Die Helios Klinik Attendorn kooperiert ab diesem Jahr mit der Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe in Olpe, einer Einrichtung der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen. Der erste gemeinsame Ausbildungsstart ist der 1. Oktober 2018.

Das neue Pflegeberufegesetz und die damit verbundene generalistische Ausbildung von Pflegekräften stellen Ausbildungsbetriebe zukünftig vor größere Herausforderungen. Wolfgang Fischbach, Schulleiter der Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe in Olpe erläutert: „Die generalistische Ausbildung steht für eine wegweisende, moderne, zukunftsfähige und vor allen Dingen qualitativ hochwertige Pflegeausbildung. Allerdings sind die Anforderungen und die vielfältigen Möglichkeiten vor Ort komplex.“ Unter Generalistik wird die gemeinsame Ausbildung von Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflegern verstanden. Die Ausbildung ist in allen drei Spezialisierungen für zwei Jahre identisch. Erst dann kommt im dritten Ausbildungsjahr der Vertiefungsbereich in der praktischen Ausbildung hinzu.

Die zukünftigen Anforderungen an die Pflegeausbildung führen im Kreis Olpe zu einer neuen Kooperation. Die Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe qualifiziert zukünftig Auszubildende, die ihre praktische Ausbildung innerhalb der Helios Klinik Attendorn absolvieren. „Gemeinsam wollen wir die Pflegeausbildung in unserer Klinik weiter entwickeln und Bewerberinnen und Bewerbern ein modernes Ausbildungskonzept zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann anbieten“, so Sanja Lietz, Pflegedirektorin der Helios Klinik Attendorn. Sanja Lietz verspricht sich davon günstigere Rahmenbedingungen für ihre Auszubildenden. „Zünftig haben unsere Azubis mit der Fortbildungsakademie in Olpe einen deutlich kürzeren Weg.“

Die Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe ist im Kreis Olpe mittlerweile die zentrale Bildungseinrichtung für die Ausbildungsberufe im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege. An drei staatlich anerkannten Schulen haben Bewerberinnen und Bewerber die Möglichkeit, sich ortsnah im Netzwerk der beteiligten Institutionen im Gesundheitswesen qualifizieren zu lassen. Wolfgang Fischbach, Leiter der Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe, freut sich über die Kooperation. „Das neue Pflegeberufegesetz wird die Ausbildungsstrukturen verändern und Innovationen einfordern. Die Umsetzung aktiv zu gestalten, ist eine Herausforderung, der sich die ausbildenden Einrichtungen und unsere Ausbildungsstätte gemeinsam stellen müssen“.

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