An der Helios Klinik Attendorn sind alle Mitarbeiter geschult im Umgang mit der Stoffwechselerkrankung. Das hilft vielen Patienten, weil dadurch die Krankheit entdeckt wird – und beim Klinikaufenthalt besonders beachtet.

Patienten sind häufig wegen einer bestimmten Diagnose im Krankenhaus, werden dort richtig durchgecheckt und nicht selten entdecken die Mediziner weitere Erkrankungen, die bisher gar nicht bekannt waren. „Dieser Krankenhausaufenthalt hat mein Leben gerettet“, sagen rückblickend viele Patienten, denen es so erging. Gerade bei Diabetes geschieht dies häufig.

Diabetes ist eine Volkskrankheit, die sich schleichend einstellen und lange unentdeckt bleiben kann. Schlimme Folgen sind zum Beispiel Nervenschäden an den Füßen, das sogenannte Diabetische Fußsyndrom, oder auch an den Augen, was bis zur Erblindung führen kann. Die Entdeckung eines Diabetes ist häufig eine sogenannte „Nebendiagnose“, die natürlich weit reichende Folgen für den Patienten hat. Im Krankenhaus kann das gleich abgeklärt und die Behandlung begonnen werden. Der Patient erfährt dann, wie er seinen Körper vor den Krankheitsfolgen schützen kann und wie er sein Leben darauf einstellen muss.

Damit bei einem Krankenhausaufenthalt solche Zufallsbefunde möglich sind, ist es hilfreich, dass die gesamte Belegschaft in der Lage ist, sowohl auffällige Anzeichen zu erkennen als auch eine adäquate Behandlung durchzuführen. So liegen beispielsweise auf einer orthopädischen Station auch Patienten mit Diabetes, deren Erkrankung eine besondere Behandlung erforderlich macht. Dies gilt etwa rund um eine Operation, wenn der Patient sich nicht selbst um seine Insulingaben kümmern kann oder allein durch die reduzierte Bewegung weniger Broteinheiten zu sich nehmen sollte. Auch die sogenannte „Entgleisung“, im Volksmund Über- oder Unterzucker, können geschulte Pflegekräfte sehr gut erkennen. Von der OP-Vorbereitung bis zur korrekten Insulinversorgung muss jeder Handgriff bei Ärzten und Pflegenden sitzen.

Um das gesamte Team, aber auch interessierte niedergelassene Ärzte in Punkto Diabetes auf den neusten Stand der Forschung zu bringen, veranstaltet die Gastroenterologie der Helios Klinik Attendorn eine Fortbildung für alle Mitarbeiter. In zwei Blöcken unter Moderation von Chefarzt Dr. med. Martin Vielhauer vermitteln Diabetologe Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Thomas Schmidt und Schwester Anne Süttmann, Stationsleitung der Station 83 sowie Eva van der Pütten, Diabetesberaterin und Präventionsmanagerin für Diabetes mellitus Typ II am Klinikum Oberberg, den Mitarbeitern das aktuelle Wissen.

„Angestoßen haben dies unsere Mitarbeiter, die sich über die neusten Entwicklungen in der Diabetes-Behandlung informieren wollten“, freut sich Dr. Vielhauer. Und was passiert, wenn ein Diabetes nicht erkannt wird? „Die Insulinresistenz kann zu chronischen Entzündungsreaktionen im Körper führen, mit Folgen wie einer frühzeitigen Alterung, Verkalkung der Organe oder auch vermehrtem Tumorwachstum“, erklärt Vielhauer. „Alles Folgeerkrankungen, die durch ein konsequentes Behandeln eines Diabetes vermieden werden können.“

Alle Informationen der Gastroenterologie an der Helios Klinik Attendorn finden Sie unter www.helios-gesundheit.de/attendorn

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