Flickr Old Couple Ian MacKenzie CC BY 2.0
Bildrechte: Flickr Old Couple Ian MacKenzie CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Das „Streben nach Glück“ ist nicht nur in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung als individuelles Grundrecht verankert, sondern beschäftigt seit jeher Menschen in allen Ländern und Kulturkreisen. Jeder wünscht sich, ein möglichst glückliches Leben zu führen. Doch schaut man genauer hin, zeigt sich, dass bei der Bewertung des individuell empfundenen Glücks verschiedene Aspekte eine Rolle spielen. So kommt es zum Beispiel nicht in erster Linie darauf an, wo und wie wir leben, sondern mit welchen Menschen wir unseren Alltag, unsere Erfolge und Niederlagen teilen.

Finanzielle Sicherheit schafft Zufriedenheit

Ein gewisses Maß an Sicherheit ist einer der zentralen Aspekte, wenn es um die Frage geht, wie glücklich wir sind. Sei es im Beruf oder im Privatleben: Viele können erst dann Zufriedenheit empfinden, wenn sie ihr Leben zumindest über einen gewissen Zeitraum hinweg planen können. Dies ist vermutlich eine Erklärung dafür, warum so viele Menschen ihr Horoskop lesen oder sich über Websites wie Questico von einem Wahrsager beraten lassen: Sie sind auf der Suche nach Gewissheit über ihre Zukunft.

Vor allem über ihre zukünftige finanzielle Situation möchten viele Ratsuchende etwas erfahren. Wer ständig von Geldsorgen geplagt ist, wird sich kaum unbeschwert glücklich fühlen. Zwar macht Geld allein nicht zufrieden, aber die finanzielle Situation eines Menschen bestimmt ganz wesentlich das individuelle Gefühl von Sicherheit. Ökonomen begründen das Wachstum an Zufriedenheit in Deutschland im letzten Jahrzehnt unter anderem mit der stetig sinkenden Arbeitslosigkeit und dem wachsenden Nettoeinkommen.

Enge Beziehungen halten gesund

Auch Alter und Wohnort beeinflussen, wie zufrieden sich Menschen fühlen. Laut dem jährlich erscheinenden Glücksatlas leben in Deutschland die zufriedensten Menschen in Schleswig-Holstein – und damit in unmittelbarer Nähe zu den glücklichsten Europäern, den Dänen. Nordrhein-Westfalen liegt im Mittelfeld der deutschen Bundesländer und am niedrigsten ist das Glücksniveau im Osten Deutschlands.

Darüber hinaus verschieben sich mit fortschreitendem Alter die Prioritäten im Leben und somit auch die Dinge, die uns am glücklichsten machen. Während für junge Menschen bis 40 Jahre beispielsweise die Zufriedenheit am Arbeitsplatz eine übergeordnete Rolle spielt, sind in späteren Jahrzehnten eher Aspekte wie Gesundheit wichtig.

Interessanterweise gibt es einen Faktor, der unabhängig von Alter und Nationalität glücklich macht: Es sind enge Beziehungen zu anderen Menschen. Sie sorgen für die größte Zufriedenheit und halten überdies gesund, so das Ergebnis einer Langzeitstudie der Harvard-Universität zum Thema Glück. Menschen, die eine glückliche Partnerschaft führen und/oder einen festen und engen Freundeskreis haben, sind im Vergleich zu anderen deutlich gesünder und glücklicher.

 

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