Die polnische Kreisstadt Rawicz und die Hansestadt Attendorn haben in den letzten Tagen ihre Freundschaft weiter vertieft. Nach einem intensiven Programm in Attendorn kehrte eine dreiköpfige Delegation mit vielen Eindrücken nach Polen zurück.

Die Stadtverordnetenversammlung der Hansestadt Attendorn beschloss am 17. Mai 2017 die Bildung einer Unterstützergruppe, die sich mit dem Aufbau freundschaftlicher Beziehungen zwischen der polnischen Stadt Rawicz und der Hansestadt Attendorn befassen soll.

Vor einigen Wochen waren Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil, Dezernent Christoph Hesse und Amtsleiter Stefan Lütticke zu Gast in der 1638 gegründeten und in etwa gleichgroßen Stadt Rawicz bei Breslau. Dort unterzeichnete das Trio aus der Hansestadt die Absichtserklärung „Letter of Understanding“. Und nun fand der Gegenbesuch der polnischen Freunde in Attendorn statt.

Drei Tage waren Bürgermeister Grzegorz Kubik, Vizebürgermeister Pawel Szybaj und der Unternehmer und designierte Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Robert Aszkielowicz mit viel guter Laune, einem großen Informationsdurst und einem Kofferraum voller Gastgeschenke in Attendorn, um die Stadt und vor allem die Attendorner Menschen kennenzulernen.

Nach dem Empfang im Attendorner Rathaus ging es am ersten Besuchstag mit Stadtführer Peter „Pittjes“ Höffer durch das Südsauerlandmuseum und auf historische Spuren in der Innenstadt. Der anschließende Besuch der Atta-Höhle durfte da natürlich nicht fehlen. Auf großes Interesse stieß bei der polnischen Delegation die abendliche Besichtigung des Automotive Center Südwestfalen (ACS), wo der Unternehmer und ACS-Gesellschafter Arndt Kirchhoff und ACS-Geschäftsführer Karsten Westerhoff die Gäste über das Konzept des Forschungs- und Entwicklungszentrums für den automobilen Leichtbau informierten. Den spannenden ersten Besuchstag ließen die Gäste beim gemeinsamen Abendessen mit dem Verwaltungsvorstand der Hansestadt Attendorn auf der Burg Schnellenberg Revue passieren.

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Besuch im Automotive Center Südwestfalen (ACS).

Diese Stärkung war auch nötig, denn auch der zweite Tag hatte es in sich. Nach dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt stellten sich im Rathaus die Ämter und Abteilungen der Stadtverwaltung vor, wobei Kristin Meyer ausführlich über das vielbeachtete Projekt „Webkaufhaus Attendorn“ informierte. Nach der Besichtigung des Rivius Gymnasiums und einer Werksführung bei der Firma VIEGA stießen die Gäste aus Polen bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes mit dem ersten Glühwein der Saison mit zahlreichen Attendornern an.

Beim abendlichen Abschlussessen im „Höhlen-Restaurant Himmelreich“ steuerte das gegenseitige Kennenlernen auf seinen Höhepunkt zu, da an dieser Veranstaltung zahlreiche Vereins-, Schul-, Firmen- und Kirchenvertreter sowie die Vertreter der Fraktionen und weitere ehrenamtlich Tätige teilnahmen.

Für feuchte Augen bei den polnischen Gästen sorgte die Lehrerin Halina Böhm mit ihrer Schülerinnengruppe des herkunftssprachlichen Unterrichts aus Attendorn. Denn mit weihnachtlichen Gedichten und dem polnischen Brauch des Weihnachtsoplaten-Teilens sorgten sie für heimatliche Gefühle bei den Gästen aus Rawicz.

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Abschlussveranstaltung im „Himmelreich“ mit Halina Böhm und den Schülerinnen des herkunftssprachlichen Unterrichts aus Attendorn.

Zur meistfotografierten Person des Abends wurde Ursula Nawa-Wanecki. Das „Angela Merkel-Double“ aus Attendorn sorgte zunächst für staunende Blicke und dann für reichlich Gelächter bei den Besuchern aus Rawicz.

Bürgermeister Kubik zeigte sich tief beeindruckt von den Erlebnissen der Tage in Attendorn und lud alle Bürgerinnen und Bürger Attendorns zu einem Besuch in Rawicz ein: „Ich freue mich auf eine ideen- und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Attendorner Vereinen und Unternehmen, vor allem jedoch mit den Attendorner Menschen. Ich warte ungeduldig auf ihr Kommen.“

Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil richtete gleichermaßen den Blick auf die im nächsten Jahr geplanten gegenseitigen Besuche mit größeren Gruppen, die aus Vertretern unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen gemischt sein sollen: „Bei den ersten Dates haben wir uns hervorragend verstanden. Nächstes Jahr stellen wir uns auch gegenseitig mal die Familien vor“, so Attendorns Bürgermeister mit einem Augenzwinkern.

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Die beiden Bürgermeister Christian Pospischil (l.) und Grzegorz Kubik.

 

Informationen zur Städtefreundschaft, eine Bildergalerie zum Besuch der polnischen Gäste in Attendorn sowie eine deutschsprachige Informationsbroschüre über Rawicz hat die Hansestadt Attendorn auf ihrer Internetseite www.attendorn.de/rawicz veröffentlicht.

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