Nach der auch „Millenials“ genannten Generation Y tritt nun die sogenannte Generation Z in die Arbeitswelt ein – die zwischen 1995 und 2002 Geborenen. Während Millenials sich Freiheiten wie flexible Arbeitszeiten und Home Office erkämpfen mussten, legt die neue Generation ihren Fokus auf andere Bereiche. Sie geht mit sich selbst und ihrem Leben achtsamer um – was nicht zuletzt damit zu tun hat, dass sie Digital Natives der ersten Stunde sind.

Von Kindesbeinen an ist die Generation Z mit digitalen Medien aufgewachsen und kennt daher kaum noch den Unterschied zwischen klassischen und digitalen Medien. Die digitale Welt ist fester Bestandteil ihres Lebens; gegenseitiger Austausch und Interaktion findet zu einem Großteil online statt. Doch wie hängt das mit der Tatsache zusammen, dass diese Generation besser auf sich und ihre Gesundheit achtet?

Achtsamer Umgang mit Körper und Psyche

Die Generation Z möchte ihr persönliches Glück und ihre Zufriedenheit maximieren. Das erreicht sie unter anderem dadurch, dass sie sich nicht mit negativen Gedanken zum Beispiel bezüglich des eigenen Körpers plagt. Nun könnte man meinen, gerade angesichts von Social-Media-Plattformen wie Instagram, in denen man täglich das vermeintlich perfekte Leben vorgelebt bekommt, sei es gar nicht so einfach, mit sich selbst und seinem Leben im Reinen zu sein. Schließlich suggerieren viele Accounts, dass man im Beruf immer noch erfolgreicher, man selbst noch schöner und sportlicher sein könnte.

Doch anstatt in allen Lebensbereichen nach Perfektion zu streben, lernt die Generation Z sich zu lieben, wie sie ist. Bewegungen auf Instagram wie #effyourbeautystandards unterstützen diese Selbstakzeptanz. Hier posten User Bilder von sich, auf denen sie sich schön fühlen – egal, ob sie dem gängigen Schönheitsideal entsprechen oder nicht. Dieser Wandel zeigt sich mittlerweile sogar in der Mode, denn die Plus-Size-Industrie boomt wie nie. Der Übergrößen-Anbieter Ulla Popken zum Beispiel führt mit „Studio Untold“ eine eigene Kollektion für die junge Generation, die trendy und selbstbewusst ist – auch mit Konfektionsgröße 42.

Strikte Trennung zwischen Berufs- und Privatleben

Dieses Streben nach Achtsamkeit legen die Z-er auch auf dem Arbeitsmarkt an den Tag. Denn während der Generation Y eine gesunde Work-Life-Balance und flexible Arbeitszeiten wichtig sind, strebt die darauffolgende Generation wieder nach einer strikten Trennung zwischen Arbeit und Privatem. Sie legt laut Arbeitsweltexperte Christian Scholz Wert auf geregelte Arbeitszeiten und klar definierte Strukturen. Die Möglichkeit, jederzeit von überall aus arbeiten zu können, eröffnet zwar Freiräume, birgt aber auch das Risiko, dass das Leben eben wegen des Wegfalls geregelter Arbeitszeiten gefühlt nur noch aus Arbeit besteht.

Doch der Generation Z ist ihre Gesundheit – sowohl die physische als auch die psychische – wichtig. Überarbeitete Millenials, die auch zu Hause nicht vom Laptop wegkommen, sind für die jüngere Generation eine Warnung. Stattdessen sind das Privatleben und genügend Auszeit von der Arbeit für die Generation künftiger Arbeitnehmer entscheidende Aspekte.

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