CDU-Fraktion der Hansestadt AttendornNatürlich steht die CDU-Fraktion der Hansestadt Attendorn zu dem ohne Zweifel demokratisch herbeigeführten Beschluss der Stadtverordnetenversammlung die Höchstspannungsleitung in einem Verhältnis 1/3 zu 2/3 im Bereich Osterschlah – Münchener Straße zu verlegen, obwohl sich die CDU-Fraktion eindeutig in der Ratssitzung dagegen ausgesprochen hat.

Die CDU-Fraktion kritisiert hieran, dass SPD, UWG, FDP und Bündnis 90/Die Grünen nicht mehr dem einstimmig gefassten Beschluss der Ratssitzung vom 10.12.2014 folgen. „Im Dezember 2014 wurde,“ so Fraktionsvorsitzender Wolfgang Teipel, „ u. a. einstimmig eine bestmögliche Immissionsminimierung für die Anwohner beschlossen. Dass dieses sowohl für die Anlieger der Münchener Straße als auch für die Anlieger der Osterschlah gilt, versteht sich für uns von selbst. Um diese Zielsetzung zu erreichen wurde der Verlauf der neuen Höchstspannungsleitung in einem Lageplan, mit dem Vermerk „Beschlussfassung“, graphisch dargestellt und konkret als Trassenverlauf ebenfalls einstimmig beschlossen. Dieser Plan sah eine in diesem Teilbereich annähernde Mittelung der Trassenführung zur Wohnbebauung vor. Für uns ist es unverständlich, dass von diesem Beschluss jetzt abgewichen wurde.“

Nach Auffassung der CDU haben die Stadtverordneten sich für alle Bürger Attendorns gleichermaßen einzusetzen. Von daher hält die CDU-Fraktion die Verlegung der Stromtrasse genau in der Mitte, wie auch vom Gutachter angeregt, für die gerechtere Lösung, da die Belastung so für alle gerecht und am geringsten ausfällt. Wie schon im WP-Pressebericht dargelegt, liegt dann die Belastung für die Osterschlah bei 0,9 und bei der Münchener Straße bei 1,6 Mikrotesla. Bei der jetzt vorgeschlagenen Lage der neuen Strommasten liegt die Belastung der Osterschlah bei 0,7 die der Münchener Straße aber sogar bei 2,6 Mikrotesla.

Wenn auch der Ratsbeschluss der Hansestadt Attendorn von der Amprion GmbH lediglich zu Kenntnis genommen wird und die Entscheidung über den endgültigen Trassenverlauf der Höchstspannungsleitung letztlich der Regierungspräsident trifft, so hat der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung jedoch schon jetzt eines bewirkt: Einen Riss durch die betroffene Anwohnerschaft!

CDU Fraktion der Hansestadt Attendorn

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