attendorner geschichten - lesung klose gespensterDirekt nach den Herbstferien trafen sich an zwei Abenden über 200 kleine Gespensterjäger aus der Sonnenschule abends auf dem dunklen Dachboden der Burg Schnellenberg. Sie waren mit mehr oder weniger wackeligen Beinchen und Herzklopfen, aber auch mit einer großen Portion Mut der gruseligen Einladung ihrer als Fledermaus verkleideten Lehrerin Angela Klose gefolgt, um zwischen Spinnweben, Turmfalken, Schleiereulen und Fledermäusen den Erzählungen aus dem Buch „Gespensterjäger in der Gruselburg“ von Cornelia Funke zu lauschen.

Auf dem Weg zum Dachboden ließ Herr Stephan Bilsing für die kleinen Gespensterjäger sogar extra die alte Turmglocke läuten, die sonst nur bei Trauungen zum Einsatz kommt, um die Sonnenschulkinder auf diesen besonderen Abend einzustimmen.

attendorner geschichten - lesung klose gespensterDie meisten der kleinen Gäste hatten eine riesige Kuscheldecke dabei, unter denen sie sich im Ernstfall komplett verstecken konnten; manche hatten aber auch Mama oder Papa als ihre ganz persönlichen Gespensterjäger, Fledermausverscheucher und Spinnwebenentferner mitgebracht.

Natürlich wollten alle Kinder nur zu gern auch das uralte Burggespenst Herr Gruseletto einmal sehen, aber das ließ sich lange nicht blicken. Frau Klose vermutete, dass es zum großen Ärger des Burgpächters wieder einmal dabei war, die Gäste der Burg zu erschrecken, die dort ein Zimmer mit Übernachtung gebucht hatten.

Als es bei dem Lied „Das Gespensterkind“ attendorner geschichten - lesung klose gespensterdann aber doch plötzlich heulend und mit rasselnder Kette und Laterne auftauchte, verschwand so mancher unter seiner Decke oder rückte ganz nah an seinen Nachbarn heran.

Auch für die Geschichte brauchten die Kinder starke Nerven. Frau Klose nahm bei ihrer gekonnten Mischung aus Erzählen und Vorlesen, Gespensterliedern und viel Mimik, Gestik und Stimme die Kinder mit auf die geheimnisvolle Burg Dusterstein, wo die drei Gespensterjäger Tom Tomsky, Hedwig Kümmelsaft und das Gespenst Hugo den Geist der blutigen Baronin besiegen sollten, der dort sein Unwesen trieb.

Obwohl die drei Gespensterjäger ihre komplette Gespensterbekämpfungsausrüstung dabei hatten – dazu gehörte eine Geisterpfeife, Pastillen gegen Körperschlüpfer (einige Gespenster können in den Körper von Menschen schlüpfen und dort Unheil anrichten), Salzwasser und Streusalz, Mintpaste, ein tragbarer Seismograf, der sofort anschlägt, wenn ein Gespenst in der Nähe ist, ein Funkgerät und ein Stromwärmeumwandler) – , hätten sie es fast nicht geschafft. Denn die blutige Baronin war ein unglaublich gefährliches Gespenst, das auf der Burg u.a. aus fünf Autobatterien Strom getankt hatte und dadurch riesig, mächtig, kräftig und so gut wie unbesiegbar geworden war. Eine kleine Berührung durch sie reichte, um einen Gespensterjäger zu verflüssigen und anschließend aufzuschlürfen.

Zum Glück fiel Hedwig Kümmelsaft in letzter Minute dann doch noch der weltberühmte italienische Geisterjäger Professor Boccabella ein, der mit einer extrem gefährlichen Methode schon einmal in Italien ein solches Gespenst unschädlich gemacht hatte.

Und mit genau dieser Methode schafften es die drei Gespensterjäger am Ende der Lesung es dann doch noch, die blutige Baronin für immer zu besiegen.

Nun waren die kleinen Zuhörer doch beruhigt und als Herr Gruseletto Frau Klose zum Schluss dann auch noch zum Lied „Gruselig“ zum Tanz aufforderte, weil er sich sein ganzes Gespensterleben nichts sehnlicher gewünscht hat, als einmal mit einer Fledermaus zu tanzen, machten die Kinder erleichtert und begeistert mit.

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